Rendsburg-Eckernförde : Asyl-Unterkunft: Kreis dringt auf Hilfe aus Berlin

Der Kreis hat Interesse an dem Bundeswehr-Gebäude an der Kaiserstraße 19, um darin die Gemeinschaftsunterkunft (im Hintergrund) zu erweitern.
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Der Kreis hat Interesse an dem Bundeswehr-Gebäude an der Kaiserstraße 19, um darin die Gemeinschaftsunterkunft (im Hintergrund) zu erweitern.

Die Erweiterung der Rendsburger Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber ist wieder in weitere Ferne gerückt.

shz.de von
16. Januar 2015, 13:43 Uhr

Für das von der Kreisverwaltung ins Auge gefasste Haus wird ein noch zu hoher Preis verlangt. Das berichtete jetzt Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer dem Hauptausschuss. Die von Innenminister Stefan Studt angekündigte Unterstützung in dieser Frage hat offenbar nicht gewirkt.

Der Kreis will die Gemeinschaftsunterkunft an der Kaiserstraße 21 von 60 auf 90 Plätze erweitern. Hintergrund ist, dass viel mehr Flüchtlinge im Kreis aufgenommen werden müssen als in den vergangenen Jahren. Dazu soll die Unterkunft langfristig in ein Bundeswehrgebäude an der Kaiserstraße 19 umziehen.

Das Gebäude gegenüber des Kreishauses steht unter der Verwaltung des Bundesamtes für Immobilienaufgaben. Das habe dem Kreis das Haus nun zum Verkehrswert angeboten, berichtete Schwemer. Das sei zu teuer. Die Summe nannte er nicht, weil es sich um laufende Vertragsangelegenheiten handelt. An anderer Stelle war jedoch von rund 400  000 Euro die Rede.

Schwemer zeigte sich irritiert, weil der Bund den Kommunen Unterstützung bei der Unterbringung von Flüchtlingen zugesagt hatte. Deshalb habe die Verwaltung die Bundestagsabgeordneten Sönke Rix (SPD) und Dr. Johann Wadephul (CDU) darum gebeten, in Berlin auf das Problem hinzuweisen. Innenminister Studt hatte dem Kreis erst im Oktober seine Hilfe bei Verhandlungen mit dem Bundesamt angeboten. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Kai Dolgner will sein Landtagsmandat nutzen, um bei der Landesregierung auf Lösungen zu dringen.

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