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AukruG : Artenschutz: Das Gebiet ist jetzt fünf Mal so groß

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Naturschutzkatalog wurde neu aufgelegt.

von
erstellt am 15.Dez.2015 | 18:32 Uhr

Aukrug | „Für Mensch, Natur und Landschaft“: Das Motto des neuen Artenschutzkatalogs des Naturschutzrings Aukrug ist das selbe wie bei den ersten beiden Auflagen (2007 und 2011). Bei den geförderten Naturschutzmaßnahmen sind unter anderem Bienenweiden, Knickaufwertungen, Grünlanderhaltung und Weidegänge neu im Angebot. Die wesentlichste Neuerung ist der erheblich vergrößerte Geltungsbereich des neuen Katalogs: Das Projektgebiet des Naturschutzrings wurde flächenmäßig verfünffacht und umfasst jetzt das Amt Mittelholstein, diverse Gemeinden der Ämter Nortorfer Land und Jevenstedt sowie den kompletten Kreis Steinburg bis zur Elbe.

Anlage und Aufwertung von Gewässern oder Knicks, Schaffung von Ackerlebensräumen, Erhalt von artenreichem Grünland, Pflanzung oder Schutz von Einzelbäumen oder Baumgruppen, Neuanlage von Obstwiese, extensive Grünlandnutzung auf Weideflächen oder Moorböden: Im neuen Artenschutzkatalog des Naturschutzrings Aukrug sind insgesamt 33 verschiedene förderfähige Naturschutzmaßnahmen aufgelistet. Zielgruppe des Katalogs sind Landeigentümer oder -bewirtschafter im neuen, 2000 Quadratkilometer großen Projektgebiet, dessen Grenzen vom Nord-Ostsee-Kanal, der Elbe und der A 7 gebildet werden. Mit dem neuen Katalog will der Naturschutzring wieder das leisten, was auch mit den ersten beiden Auflagen schon mit großem Erfolg gelungen ist: „Die durch viele verschiedene Fördertöpfe ermöglichten Naturschutzmaßnahmen sollen für die Landbewirtschafter übersichtlich dargestellt werden“, erklärt Geschäftsführer Niklas Zander. Verbunden mit dieser anschaulichen Darstellung ist eine möglichst unbürokratische Realisierung der vom Landeigentümer ausgewählten Maßnahme. „Die Landwirte bekommen von uns alles aus einer Hand, wir begleiten sie von der Beratung über die Antragstellung und Finanzierung bis zur Umsetzung“, erläutert Zander. Als der Naturschutzring 2007 seinen ersten Artenschutzkatalog vorlegte, war dies ein vom Land gefördertes Pilotprojekt. Dass man beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit den Ergebnissen zufrieden ist, kann man an der schrittweisen Ausweitung des Projektgebiets ablesen: von anfangs 200 (2007 bis 2011) über 380 (2011 bis 2015) auf nunmehr 2000 Quadratkilometer.

„Durch diese Vergrößerung des Projektgebiets rückt die Beratung der Landwirte zum Thema Naturschutzmaßnahmen nun in den Mittelpunkt unserer Arbeit“, stellt Zander fest. „Die Kooperation verschiedener Partner ist ein wichtiges Ziel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)“, sagt Uwe Dierking vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL). Gerade die Kooperation vor Ort sei das, was den Naturschutzring als Verein besonders auszeichne und seine Arbeit so effektiv mache.

Weil der Naturschutzring, in dem sich Land- und Forstwirte, Kommunen, Jäger und Naturschützer zusammenschlossen, das Prinzip der Kooperation so vorbildlich praktiziert, wird den Aukrugern vom Land auch weiterhin eine Vorreiterrolle in punkto Naturschutz eingeräumt. „Hier in Aukrug ist vieles erprobt worden, das dann so gut umgesetzt wurde, dass es das Land überzeugt hat“, sagt Dierking, „und darum sollen die Inhalte des Katalogs in nächster Zeit landesweit von allen lokalen Aktionen übernommen werden.“

Der „Aukruger Weg“, wie die Gründer des Naturschutzrings ihr auf freiwilliger und möglichst breiter Basis organisiertes Engagement „für Mensch, Natur und Landschaft“ nannten, soll nun also das Vorbild für Vertragsnaturschutz in ganz Schleswig-Holstein werden.

Landeigentümer und -bewirtschafter, die sich für eine Biotopmaßnahme oder Angebote des Vertragsnaturschutzes interessieren, können sich an den Naturschutzring wenden, der sein Büro neuerdings im ehemaligen Leseraum des gemeindlichen Gästehauses in Innien hat (neue Telefonnummer: 0  48  73  /  8  71  46  60, E-Mail: info@naturschutzring-aukrug.de). 


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