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Landeszeitung

18. Oktober 2017 | 08:19 Uhr

Arbeitskreis fordert Ehrenamtsbüro

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vorschlag wird der Politik bei Podiumsdiskussion zum demografischen Wandel vorgestellt

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2015 | 13:36 Uhr

Beim Ehrenamtforum Mitte Februar ist eine hitzige Diskussion zum Thema demografischer Wandel zu erwarten. Unmissverständlich gibt Rainer Nordmann die Richtung schon einmal vor: „Oft entsteht der Eindruck, dass sich der Sozialstaat zurückzieht und erwartet, dass die Aufgaben ehrenamtlich gelöst werden. Dazu muss dann aber auch die finanzielle Grundlage geschaffen werden“, sagte der Leiter der Volkshochschule Rendsburger Ring.

Er organisiert das Forum im Arbeitskreis Bürgerschaftliches Engagement gemeinsam mit Irmhild Lindemann vom Diakonischen Werk, Antje Wolff von der Brücke und Fritz Kruse vom Kreisfeuerwehrverband. Es findet am Mittwoch, 18. Februar, von 17.30 bis 20 Uhr im Niederen Arsenal an der Arsenalstraße 20 in Rendsburg statt. Die Schirmherrschaft hat Kreispräsident Lutz Clefsen übernommen.

Unter dem Titel „Die Zukunft braucht uns alle – Chancen des demografischen Wandels“ hat der Arbeitskreis Vertreter der Kreistagsfraktionen eingeladen. Zugesagt haben Ulrich Kaminski (SPD), Manfred Christiansen (CDU), Jan Butenschön (FDP), Raoul Steckel (Grüne) und Wolfgang Lausten (SSW). Zudem nehmen Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer und Andreas Betz vom Amt Hüttener Berge an der Podiumsdiskussion teil. Das Amt gibt sich einen Masterplan, um dem demografischen Wandel zu begegnen und gilt dabei als Vorbild. Der bürgerschaftliche Arbeitskreis erwartet eine anregende Debatte.

Unter anderem soll die Idee eines Ehrenamtsbüros zur Diskussion gestellt werden. Dort könnten alle Fäden zusammenlaufen, um den Auswirkungen des demografischen Wandels im Alltag zu begegnen. Laut Irmhild Lindemann müsse so ein Büro mit Einrichtungen vor Ort, etwa den Sozialverbänden, Vereinen und der Verwaltung zusammenarbeiten. Im Idealfall könne zum Beispiel eine Seniorin dort anrufen, wenn sie sich nicht wohl fühlt und das Haus nicht verlassen kann. Über das Büro könne dann zum Beispiel der Einkauf für die alte Dame organisiert werden. Oder einer alleinerziehenden, aber berufstätigen Mutter könne Betreuung vermittelt werden, wenn der Kindergarten kurzfristig ausfalle. Das Büro könne auch als Kontaktbörse für Interessenten am Ehrenamt fungieren. Vor allem die Qualifikationen älterer Mitbürger seien gefragt, so Fritz Kruse. Ein Netzwerk-Büro könnte nach der Vorstellung des Arbeitskreises zunächst im Wirtschaftsraum Rendsburg als Modell für spätere Stellen in den Gemeinden des Kreises eingerichtet werden. Ob es selbst ehrenamtlich oder hauptamtlich betrieben wird, sei zu diskutieren. Für Rainer Nordmann ist aber klar, dass Ehrenamtliche auch immer Anleitung bedürfen. Er meint: „Wenn die Politik ehrenamtliches Engagement fordert, muss sie auch bereit sein, es zu unterstützen.“

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