Brückensanierung : Arbeiten trennen ein Dorf in zwei Teile

Die Brücke wird saniert. Langwedels Bürgermeister Markus Heerdegen hat die Arbeiten schon seit Jahren gefordert.  Fotos: Malte Kühl (2)
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Die Brücke wird saniert. Langwedels Bürgermeister Markus Heerdegen hat die Arbeiten schon seit Jahren gefordert. Fotos: Malte Kühl (2)

Anfang der Sommerferien wird die Gemeinde Langwedel zweigeteilt. Denn die Brücke über die Olendieksau wird saniert und für Fahrzeuge gesperrt.

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29. Juni 2018, 18:50 Uhr

Anfang der Sommerferien wird die Gemeinde Langwedel zweigeteilt. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr plant, die Brücke über die Olendieksau zu sanieren. Es ist die einzige Strecke für einige Kilometer, die für große Mengen an Verkehr sowie LKW ausgelegt ist. Für die Gemeinde verursacht das einige Probleme.

„Da die Brücke komplett für Fahrzeuge gesperrt ist, müssen wir beispielsweise unsere beiden Feuerwehrfahrzeuge aufteilen“, sagte Bürgermeister Markus Heerdegen. Während ein Fahrzeug im Feuerwehrhaus bleibt, wird das andere auf einem Hof untergestellt. Zusätzlich werden die Retter jeweils von anderen Nachbarwehren unterstützt. Für die eine Seite gibt es Hilfe aus Blumenthal und Dätgen, auf der anderen Seite von Warder, Borgdorf-Seedorf und Blocksdorf. „Für Fußgänger bleibt die Brücke geöffnet.“

Die Brücke über die Olendieksau gehört zur Landesstraße 298. „Wir versuchen seit Jahren, dass das Bauwerk saniert wird“, sagte der Bürgermeister, nun freue er sich, dass es endlich losgehe. Steht man auf der Brücke, ist der Verkehr deutlich zu hören. „Durch die Verkehrskontrolle vor der Schule wissen wir ziemlich genau, dass hier durchschnittlich 7900 Fahrzeuge pro Tag und pro Richtung durchfahren. Ich glaube, die drei Wochen Ruhe werden uns gut tun.“ Natürlich gebe es andere Wege, um von der einen auf die anderen Seite zu kommen, aber das seien Schleichwege. „Wir wollen es auf jeden Fall verhindern, dass LKW durch den Wollm fahren und die enge Brücke nach Dätgen nutzen“, sagte Heerdegen. Die offizielle Umleitungsbeschilderung werde kurz vor der Maßnahme aufgestellt, sagte Matthias Paraknewitz, Leiter des LBV in Rendsburg, auf Anfrage.

Die Sanierung startet voraussichtlich am 16. Juli und soll etwa drei Wochen dauern. Die Kosten betragen rund 100 000 Euro und werden vom Land getragen. Bei den Arbeiten sei vorgesehen, den Straßenbelag sowie die Abdichtung zu entfernen, erläuterte der Experte, dann schaue man sich den Beton der Brücke an, um festzustellen wie marode dieser sei. Danach werde entschieden, ob dieser auch erneuert werden müsse, dann werden die anderen Schichten wieder aufgetragen. Bis zum 4. August könnten die Arbeiten dauern.

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