Wirtschaft als Zugpferd : Appell zum Aufbruch

Treffen auf dem Firmengelände des Entsorgungsbetriebs „Ehrich“: Bernhard Scheil, Petra Reiber, Dietmar Böhmke, Andreas Betz und Marc Stümke (von links).
Treffen auf dem Firmengelände des Entsorgungsbetriebs „Ehrich“: Bernhard Scheil, Petra Reiber, Dietmar Böhmke, Andreas Betz und Marc Stümke (von links).

Das Projekt „Region Rendsburg GmbH“ geht weiter. Zwei Städte und elf Kommunen sollen an einem Strang ziehen.

shz.de von
06. März 2018, 11:48 Uhr

Rendsburg | Der Verein „Initiative Rendsburg“, hinter der unter anderem Wirtschaftsunternehmen und die Aktiv-Region stehen, strebt an, zusammen mit der Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg die „Region Rendsburg GmbH“ zu gründen. Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum speziell an Eider und Kanal zu fördern, Arbeits- und Lebensraum für junge Familien zu schaffen und die Ansiedlung von Unternehmen zu fördern.

„Wirtschaft und Kommunen können gemeinsam einen Aufbruch in der Region erzeugen“, zeigte sich Bernhard Scheil, Chef der Entsorgungsbetriebe „Ehrich“, am Montag überzeugt. Das Projekt „Region Rendsburg GmbH“ sei bundesweit einmalig, machte Andreas Betz, Vorstandsmitglied der Entwicklungsagentur, deutlich. „Man kann es nur gut finden“, sagte er und appellierte damit an die 13 Mitgliedskommunen, einem Beitritt zur GmbH in ihren Gremien zuzustimmen. In den kommenden Wochen befassen sich die zwei Städte und elf Gemeinden in der Region mit dem Beitritt. Bereits seit 2016 betreiben die Beteiligten Lobbyarbeit. „Wir stehen jetzt an der Schwelle und sollten nicht zaudern“, so der Vorstandsvorsitzende der Entwicklungsagentur, Dietmar Böhmke. Und Scheil fasste zusammen: „Man braucht alle Kräfte der Region.“

Die „Initiative Rendsburg“ und die Entwicklungsagentur stellen jeweils einen Geschäftsführer für die GmbH, wobei der hauptamtliche von der Wirtschaft getragen wird. Als erste Aufgaben für diesen sieht Scheil das Gewerbeflächenmanagement.

„Anfragen von Unternehmen müssen professionell betreut werden“, forderte Petra Reiber. Die ehemalige Bürgermeisterin von Sylt, die jetzt in Sehestedt lebt, unterstützt das Projekt. „Falls Rendsburg bei einer Anfrage keine geeignete Gewerbefläche anbieten kann, muss diese an eine andere Kommune weitergeleitet werden. Es muss sich jemand professionell darum kümmern.“

Die neue Gesellschaft würde die Stärken der Region aufzeigen und diese nach vorne bringen, so Marc Stümke von der „Initiative Rendsburg“. Das sei wichtig für die Wirtschaft. Um die Region zu stärken, sei die GmbH ideal, meinte Scheil und forderte die 13 Kommunen zur Zustimmung auf. „Alles andere wäre zehnfach mühsamer.“

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