Rendsburg : Apfelblütenfest am Nordkolleg

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Gärtner Jochen Bock.

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Gartenfreunde erhielten von den Profis Tipps und Tricks für die eigenen Beete.

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13. Mai 2019, 12:29 Uhr

Rendsburg | Wer sich für alte Obstsorten, Naturschutz und das Gärtnern interessiert, der war am Wochenende auf dem Gelände des Nordkollegs am Gerhardshain am richtigen Ort. Zahlreiche Besucher kamen bei herrlichem Sonnenschein zum 5. Apfelblütenfest, das vom Aktionsnetzwerk „Gärten der Vielfalt“ organisiert wurde.

Dauerhafter Blütengenuss ohne große Mühen: Die Färberkamille macht Gärtnern bis in den Herbst hinein Freude ohne großen Anspruch. Wasser und Dünger braucht sie nur wenig.
Patrick Pleul
Dauerhafter Blütengenuss ohne große Mühen: Die Färberkamille macht Gärtnern bis in den Herbst hinein Freude ohne großen Anspruch. Wasser und Dünger braucht sie nur wenig.
 

Die Veranstalter hatten ein buntes Programm zusammengestellt: Informationen zur Bedeutung der biologischen Vielfalt, praktische Gartentipps, Pflanzenverkauf und Mitmachaktionen sprachen Jung und Alt an. Dicht umringt war der Stand der Garten-Arbeitsgemeinschaft der Schule Altstadt, die verschiedene selbst gezogene Pflanzen anbot. Cherry- und Fleischtomaten, Zucchini, Mangold und Jalapeños, aber auch Blühpflanzen wie Schafgarbe, Königskerze oder Färberkamille fanden das Interesse der Besucher.

Hildegard Schmölcke (links) zeigt der Besucherin Sabine Klaus verschiedene kleine Obstbäumchen, die gegen eine Spende abgegeben wurden.
Horst Becker

Hildegard Schmölcke (links) zeigt der Besucherin Sabine Klaus verschiedene kleine Obstbäumchen, die gegen eine Spende abgegeben wurden.

 

„Schüler ab der 5. Klasse beschäftigen sich nachmittags freiwillig mit dem Gärtnern“, erklärte der Betreuer Jan Philip Waldow vom Projekt „Jugend stärken“ an der Altstadtschule. Zudem gibt es an der Schule noch einen Wahlpflichtkurs „Grüne Altstadt“, in dem Schüler Ideen zu naturnaher Bepflanzung entwickeln.

Die bekommen einen schönen Platz in meinem Garten. Sabine Klaus
 

Großer Andrang herrschte auch an dem Stand, an dem es gegen eine Spende kleine Obstbäume gab. „Wir haben hier veredelte alte Sorten. Die schmecken und sind nicht anfällig gegen Krankheiten“, betonte Hildegard Schmölcke aus Hohenwestedt. Die Besucherin Sabine Klaus aus Hohn suchte sich eine Birnenquitte und einen Paradiesapfel aus. „Weil das hier quasi ein Paradies ist“, betonte sie. Für zehn Euro Spende nahm sie die beiden jungen Bäumchen mit.

Streuobstwiesen der Region werden mit den Erlösen und Spenden weiterentwickelt

Zuständig für das „Gartenparadies“ am Nordkolleg ist der Gärtner Jochen Bock, auf dessen Initiative das Apfelblütenfest „gewachsen“ ist. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, die Sortenvielfalt von Apfelbäumen zu erhalten. 

„Mit den Spenden und Verkaufserlösen des Apfelblütenfests will das Aktionsnetzwerk ,Gärten der Vielfalt’ unter anderem Streuobstwiesen in Rendsburg, Jevenstedt und Büdelsdorf weiterentwickeln, um bedrohte alte Obstsorten zu erhalten“, machte der Sprecher des Aktionsnetzwerks, Dieter Neumann aus Büdelsdorf, deutlich.be

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