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Anwohner befürchten Lärm und Blick auf Gewerbebauten

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein Gewerbegebiet direkt vor ihrer Tür – mit dieser Planung sehen sich die Anwohner des Osterrönfelder Wohngebiets Aspel-Nord konfrontiert. Bisher ging der Blick der Bewohner der Straßen „Franz-Pantel-Ring“ und „Lüttmoor“ ins Grüne. „Es geht um den Wert unserer Immobilien, unserer Wohnqualität und die Sicherheit von uns und unseren Kindern“, machen Annika Mohr, Martin Horz und Thomas Mädge die Ängste der Anwohner deutlich.

Lärmbelästigung, der Blick auf hohe Gewerbebauten – das sind die Befürchtungen der Menschen in den angrenzenden Straßen. Betroffen sind die Bewohner von 140 Wohneinheiten. „Deshalb fordern wir die Schaffung eines 80 Meter breiten Grünstreifens mit Lärm- und Sichtschutz zwischen Gewerbe- und Wohngebiet“, erklärte Mädge. Dabei solle der Lärmschutzwall direkt am Gewerbegebiet liegen. Davor könnten Bäume und Büsche weiteren Schutz bieten. Heftige Kritik üben die Betroffenen auch an der Planung einer Straße, die durch das gesamte Gewerbegebiet führend an den Kreisverkehr Aspel-Nord angeschlossen werden soll. Damit werde der Schulweg der Kinder durch den an- und abfließenden Lieferverkehr gefährdet, betonte Annika Mohr. „Wir haben keinen Mehrwert von dieser Straße“, machte Mädge deutlich und widersprach damit der Ansicht der Gemeinde, die Anwohner würden dadurch eine schnellere Zufahrt zur Bundesstraße 202 und zur Autobahn haben.

In einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses der Stadt Rendsburg und des Umwelt- und Planungssausschusses der Gemeinde Osterrönfeld wurden die Vorentwürfe der Bauleitplanung zur gewerblichen Entwicklung von Flächen nördlich und südlich der Bundesstraße 202 von den Planern vorgestellt. Fast sechzig Bewohner der Baugebiets Aspel-Nord waren am Donnerstag in das Bürgerzentrum „Alter Bahnhof“ gekommen, ohne allerdings detaillierte Pläne zu sehen. Ihre Befürchtungen machten die Anwohner trotzdem deutlich.

Details der Planung soll es bei der ersten Stufe der Bürgerbeteiligung geben, die am Montag, dem 11. November (18 Uhr) stattfindet. Ob im Bürgerzentrum oder in Kühls Gasthof, wird noch mitgeteilt. Bernhard Kalcher, Vorsitzender des Osterrönfelder Umwelt- und Planungsausschusses, sagte: „Wir nehmen die Anwohner und ihre Befürchtungen ernst.“

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erstellt am 26.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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