Anwohner befürchten ein Verkehrschaos

Informationen zur Sanierung der Landesstraße 49 / Baubeginn im Juli

von
10. Mai 2018, 13:14 Uhr

Mit viel Skepsis haben Bürger von Nortorf und Borgdorf-Seedorf an einer Informationsveranstaltung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV) in Nortorf teilgenommen. Die Sanierung der Landesstraße 49 soll weiter vorangetrieben werden. Betroffen ist die Strecke von Springwedel bis zur Kreuzung Kieler Straße/Lohkamp/Jungfernstieg auf Nortorfer Stadtgebiet. Viele Anwohner erwarten während der Bauphase ein Verkehrschaos.

Sei die Maisernte mit bedacht worden? Werden die Fahrradwege ebenfalls saniert? Kommen Kosten auf die Anlieger zu? Wie sehen die Ausweichstrecken aus? An Fragen mangelte es in der Veranstaltung nicht. Vor allem der zeitliche Ablauf interessierte die Besucher.

„Wir wollen in der ersten Juliwoche mit den Bauarbeiten beginnen“, sagte Michael Schwarze vom LBV. Abschnittsweise werde dann vorgegangen. „Eine Fertigstellung der Bauarbeiten in 2018 wäre allerdings sportlich.“ Man rechne damit, dass ein erster großer Teilschnitt, der bis zu Einmündung der L48 Richtung Eisendorf gehe, bis zum Oktober fertig gestellt sei.

Die Strecke ist in insgesamt zehn Bauabschnitte unterteilt. Diese gehen meist von einer Stichstraße bis zur nächsten, denn es sei vorgesehen, dass die Nebenstraßen zugänglich bleiben, damit die Anwohner auf ihre Grundstücke kommen, erläuterte Kai-Uwe Möhler von dem beauftragten Planungsbüro. Lediglich die oberste Asphaltschicht soll, damit es möglichst keine Fugen gibt, in drei großen Abschnitten aufgetragen werden. Solange bliebe die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Wann die einzelnen Streckenabschnitte bearbeitet werden, soll zeitnah durch Pressemitteilungen und Informationsblätter des Bauunternehmens bekannt gemacht werden.

In wieweit der öffentliche Nahverkehr betroffen, beziehungsweise verändert, wird, soll noch in dieser Woche in einem Treffen mit dem Busunternehmen und der Verkehrsbehörde geklärt werden, meinte Michael Schwarze.

Die Bekanntmachung der offiziellen Umleitungsstrecken sorgte bei vielen der Zuhörer für Schmunzeln. Es sei vorgesehen, da die L49 im Bereich Nortorf die Ausweichstrecke für die Autobahn 7 ist, den Verkehr in der Phase, in der die Ausweichstrecke blockiert ist, in Neumünster Nord auf die L328 zu leiten. Die Route führt dann an Nortorf vorbei bis nach Jevenstedt und in nördlicher Richtung auf die B77 und schließlich bei Rendsburg auf die A210, so dass Autofahrer beim Kreuz Rendsburg wieder auf die A7 kommen. Die Bürgermeister der Umlandgemeinden befürchteten jedoch, dass viele Verkehrsteilnehmer, die Schleichwege durch die Dörfer nutzten. „Jeder fährt heute nach Navigationsgerät“, meinte Eisendorfs Bürgermeister Bernd Irps. Er erwartet daher, dass der Großteil des Verkehrs durch seine Gemeinde fahren wird.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen