Antreten im Morgengrauen

40 Jahre in der Gilde: Hans Falkenhagen, Ernst Schneede, Hermann Thun, Hans Ziese und Dr. Fritz Hrach (von links).
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40 Jahre in der Gilde: Hans Falkenhagen, Ernst Schneede, Hermann Thun, Hans Ziese und Dr. Fritz Hrach (von links).

Gildetag in Hohenwestedt beginnt traditionell um 5.20 Uhr / Festumzug, Ansprachen im Rathaus und Königsproklamation

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04. Juni 2018, 14:08 Uhr

Andreas „der Elektrisierende“ Heesch und Dörte „die Kämpferische“ Ruhsert haben bei der Hohenwestedter Schützengilde die Regentschaft übernommen. Das neue Königspaar wurde gestern um 16.40 Uhr im Sport- und Jugendheim proklamiert. Die zweiten Majestäten heißen Bernd Smyrek und Kathrin Butenschön, und das dritte Königspaar bilden Malte Borowski und Steffica Becker.

Als die neuen Majestäten gestern Nachmittag verkündet wurden, hatten viele Gildebrüder bereits mehr als elf Feststunden hinter sich gebracht. Der Gildetag in Hohenwestedt beginnt nämlich traditionell um 5.20 Uhr mit dem Antreten der Königsabordnung in der Wilhelmstraße. Zwei Dutzend Gildebrüder machten sich zusammen mit dem Feuerwehrmusikzug auf zum Königsfrühstück in der Residenz von Karsten „dem Wortgewandten“ Selck. Nach Abstechern ins Seniorenzentrum Mittelholstein und ins Rathaus schloss sich die Königsabordnung um 8.30 Uhr vor der Volksbank in der Lindenstraße mit der Restgilde zusammen, sodass es rund 90 Gildebrüder waren, die zu ihrem Umzug durch die Gemeinde starteten: über Linden-, Friedrich-, Wilhelm-, und Kieler Straße zum Ehrenmal im Park Wilhelmshöhe und dann an den spalierstehenden Mädchen und Jungen der „Schule am Park“, des kommunalen Kindergartens und der „Schule Hohe Geest“ vorbei zum Sport- und Jugendheim.

Bürgervorsteher Holger Bütecke wies in seinem Grußwort darauf hin, dass gestern insofern wieder alles beim Alten war, als die Gilde im Rathaus von einem hauptamtlichen Bürgermeister empfangen wurde und dann beim Gildefrühstück eine Rede des Bürgervorstehers zu hören bekam. Beide Ämter hatte es infolge des Beitritts der bis dahin amtsfreien Gemeinde Hohenwestedt zum Amt Mittelholstein sechs Jahre lang nicht gegeben. Seit Jahresbeginn hat Hohenwestedt nun mit Jan Butenschön wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister und mit Holger Bütecke einen Bürgervorsteher. Dass beide Ämter in der Hand von Gildebrüdern sind, sei kein Zufall, meinte Gildehauptmann Eike Rohweder in seiner Festansprache: „Die erste Amtshandlung unseres neuen Königs Karsten Selck war vor einem Jahr die Verabschiedung seines Vorgängers Jan Butenschön, dem er die Anweisung gab, ersatzweise für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren.“

Am 20. Juni wird in der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung ein neuer Bürgervorsteher gewählt – und auch da hat mit Carsten Wiele ein Gildebruder die allerbesten Chancen. Mit Blick auf Amtsdirektor und Gildebruder Stefan Landt sagte Rohweder, dass „auf lange Zeit dafür gesorgt ist, dass die guten Beziehungen zwischen Gemeinde, Amt und Gilde weiter so fortgesetzt werden können.“

Hohenwestedts Gildekönig habe außerdem bewirkt, dass bei der „royalen Hochzeit von Meghan und Harry alles ganz wunderbar geklappt hat“, behauptete der Gildehauptmann. Weiterhin habe Karsten „der Wortgewandte“ „endlich mal den HSV absteigen lassen“, erklärte Rohweder und wandte sich den meteorologischen Maßgaben des scheidenden Königs zu: „Das Wetter ist so, wie bestellt. Es ist alles für ein weiteres Sommermärchen vorbereitet. Jetzt muss die Nationalelf nur noch Weltmeister werden. Aber das fällt dann ja schon in die Zuständigkeit der neuen Majestät.“

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