Schnäppchenzeit : Ansturm auf Winterjacken bleibt aus

Bunte Mützen zum Sonderpreis: Kauffrau Heike Marcinowski (28) steht hinter einem Verkaufsstand mit reduzierter Ware.
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Bunte Mützen zum Sonderpreis: Kauffrau Heike Marcinowski (28) steht hinter einem Verkaufsstand mit reduzierter Ware.

Mildes und regnerisches Wetter erschwert das Geschäft mit den warme Klamotten.

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15. Januar 2015, 06:00 Uhr

Schon seit Wochen locken die Bekleidungsgeschäfte mit Sonderangeboten, schließlich muss rechtzeitig Platz für die Frühjahrskollektion geschaffen werden. Die dicken Pullover und Jacken bekommen die Kunden deshalb zum Schnäppchenpreis. Doch bei milden Temperaturen und anhaltendem Regen will die Lust auf Daunenjacke, Wollmütze und Co. nicht so richtig aufkommen.

Susanne Herzog vom Geschäft „frauherzog“ in der Königstraße bestätigt gegenüber der Landeszeitung, dass es derzeit schwierig sei, die dicken Wollpullis zu verkaufen. „Meine Kunden fragen eher nach leichten Baumwollpullovern und Tüchern“, sagt sie. Der Winter sei in diesem Jahr vielmehr ein Herbst gewesen. Jetzt müsse sie bereits Platz für die neue Kollektion schaffen. Diese wird ab Februar ausgeliefert.

Betritt man I.D. Sievers in der Hohen Straße, kommt der Kunde ohne einen Blick auf die zahlreichen Wintermäntel und bunten Schals, Mützen sowie Handschuhen nicht vorbei. Geschäftsführer Axel Bornhöft erzählt, die Winterkleidung sei bereits um die Hälfte reduziert. Schon vor Weihnachten habe man damit begonnen. Auf die Frage, ob das regnerische Wetter den Umsatz mindere, sagt er: „Es ist auf jeden Fall nicht förderlich. Bei dem Wetter hat kaum jemand Lust, vor die Tür zu gehen. Es schlägt auch aufs Gemüt.“ Regenfeste Kleidung laufe gerade besonders gut, dicke Wollsachen dagegen weniger, so Bornhöft.

Die Ware bei I.D. Sievers werde solange reduziert, bis sie tatsächlich verkauft ist. „Das Outlet ist die Endstation eines Produktes, das keiner haben wollte.“ Der „richtige Winterschlussverkauf“ beginne erst am 26. Januar. Dann könnten die Preise noch einmal ordentlich Fallen. Bis zu 70 Prozent Rabatt seien möglich, so der Geschäftsführer.

Die Mitarbeiter von „Ladies Fashion“ in der Holsteiner Straße wollen nichts von einem schlechten Geschäft durch das Wetter wissen. „Wir haben keine Probleme, die Sachen loszuwerden. Teilweise ist bei uns auch schon die neue Ware im Verkauf“, heißt es.

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