"Anna" bekommt neue Nachbarn

Wärme aus Biogas: Der Kindergarten (links) und die Schule werden an das Wärmenetz angeschlossen. Foto: becker (2)
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Wärme aus Biogas: Der Kindergarten (links) und die Schule werden an das Wärmenetz angeschlossen. Foto: becker (2)

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17. März 2011, 06:51 Uhr

Nübbel | In Sichtweite der historischen Windmühle "Anna" entsteht ein Gewerbegebiet. Die Gemeindevertretung beschloss in ihrer jüngsten Sitzung den Bebauungsplan Nr. 11 "Kühlsche Koppel". Ende Juni könnte mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden, sagte Bürgermeister Rudolf Ehlers bei einem Ortstermin.

Die Kosten der Erschließung des insgesamt 2,2 Hektar großen Geländes trägt die Gemeinde. 350 000 Euro sind dafür vorgesehen. 1,4 Hektar der Fläche sind für Gewerbeansiedlungen vorgesehen. Eine 2600 Quadratmeter große Sichtfläche zwischen der Dorfstraße und der Windmühle wird nicht bebaut. An der Mühle wird zudem ein befestigter Parkplatz für Besucher der Windmühle angelegt und ein Regenrückhaltebecken angelegt.

"Wir schaffen nicht nur Gewerbefläche, sondern werten auch die historische Mühle und ihre Umgebung auf", betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Riebeling.

Eine Autowerkstatt aus dem Dorf, die dringend größere Flächen suchte, wird sich im neuen Gewerbegebiet ansiedeln. 8000 Quadratmeter sind dann noch frei. Durch die Vorgaben der Gebietsentwicklungsplanung im Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg (GEP) können sich dort nur innerörtliche Gewerbebetriebe niederlassen.

Nachdem der Minister für Bildung und Kultur, Ekkehard Klug, die Obere Denkmalschutzbehörde angewiesen hat, ihre Stellungnahme zum geplanten Gewerbegebiet Kühlsche Koppel an der historischen Windmühle "Anna" zu ändern, ist nun die Gemeinde am Zug. Um in die Bauleitplanung voranzubringen, empfahl der Planer Alexander Hilgendorf den Gemeindevertretern eine beschränkte Auslegung der Pläne. Die Denkmalpflegebehörden des Kreis Rendsburg-Eckernförde und des Landes Schleswig-Holstein müssten dann innerhalb von vier Wochen ihre Stellungnahmen abgeben.

Die Wärmeversorgung der kommunalen Gebäude wird laut Beschluss der Gemeindevertretung neu geregelt. Die Schule, der Kindergarten und die kleine Turnhalle sollen an das Wärmenetz der Energieversorgung Nübbel angeschlossen werden. Die Genossenschaft in Gründung betreibt eine Biogasanlage.

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