American Football : Anlaufschwierigkeiten in der neuen Liga

Abgehoben: Rendsburg Sebastian Gotsch (Nummer 88) kann dem Hit seines Gegenspielers gerade noch ausweichen und seinen Lauf fortsetzen.
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Abgehoben: Rendsburg Sebastian Gotsch (Nummer 88) kann dem Hit seines Gegenspielers gerade noch ausweichen und seinen Lauf fortsetzen.

Die Rendsburg Knights starten mit einer 7:14-Heimniederlage gegen die Hamburg Heat in die Verbandsliga-Saison.

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05. Mai 2015, 06:00 Uhr

Es war der erwartet schwere Auftakt in die neue Liga für die Rendsburg Knights. Im ersten Spiel der Verbandsliga Nord unterlag der Aufsteiger den Hamburg Heat mit 7:14 (0:0). Der Begeisterung tat die Niederlage allerdings keinen Abbruch. 480 Zuschauer am Nobiskrug feierten die American Footballer anschließend dennoch.

Auch Spielertrainer Sebastian Gotsch zeigte sich zwar enttäuscht ob des Resultats, war aber mit der Leistung seines Teams durchaus einverstanden. „Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinen Jungs. Wir wussten von vorn herein, dass in der höheren Spielklasse eine ganz andere Nummer auf uns wartet“, erklärte er im Anschluss. Zu Beginn der Partie waren beide Mannschaften noch auf der Suche nach dem Rhythmus. Nur selten gelangen so genante „First Downs“, als die Berechtigung, den Angriff weiter fortzusetzen. So stotterte der Offensivmotor der Knights zwar zunächst, aber das Prunkstück der Vorsaison war augenscheinlich sofort auf Temperatur. Das fand auch Gotsch: „Man sagen muss, dass unsere Defense einen absolut tollen Job gemacht hat. Das sieht man auch an der Punktetafel.“ Diese war nach den beiden ersten Vierteln noch völlig blank. Mit 0:0 gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang wurde es für die Zuschauer spektakulärer. Unmittelbar nach Wiederbeginn waren es die Gäste aus Hamburg, die für das erste Highlight sorgten. Nach einem guten Drive war es schließlich Heat-Quaterback Marcel Bödeker, der selbst mit dem Ball in die Endzone lief und sein Team in Führung brachte. Nach dem Extra-Punkt waren die Rendsburger beim Stand von 0:7 nun gefordert. Um mehr Druck auf den Gegner auszuüben, forcierten die Knights fortan das Passspiel. „Wir haben gemerkt, dass unser Laufspiel so nicht funktioniert. Darum haben wir unsere Taktik etwas geändert“, erklärte Gotsch. Die nächste vielversprechende Angriffssequenz wäre um ein Haar erfolgreich gewesen, aber die Heat konnten die Rendsburger unmittelbar vor der Endzone stoppen. Die Platzherren lief die Zeit davon. Zwar waren sie nun zumeist in der Vorwärtsbewegung, aber das risikobehaftete Passspiel hatte Folgen. Quaterback Philipp Köpke brachte einen Pass nicht zum eigenen Mann, Hamburgs Eldert Terekuu spritzte dazwischen und lief nach dieser so genannten „Interception“ in die gegnerische Endzone. Gotsch machte dieses Missgeschick anschließend als vorentscheidende Szene aus, ohne daraus aber einen Vorwurf abzuleiten: „Diese Fehler hat uns das Unentschieden gekostet, aber das Passspiel ist immer gefährlich.“

Allerdings, und das war beeindruckend zu beobachten: Die Knights gaben trotz des 0:14-Rückstands nicht auf, kämpften weiter und wurden schließlich noch mit einem Touchdown durch Running Back Gotsch belohnt. „Es war für den Kopf extrem wichtig, dass wir noch gepunktet haben“, sagte der Coach, der zuversichtlich auf die Saison blickt. „Wir haben gemerkt, was für ein Wind in dieser Liga weht. Aber wir haben auch gemerkt, dass wir mithalten können“, so Gotsch. Sein Team habe in diesem Spiel zu viele kleine Fehler gemacht: „Da waren wir nicht immer konzentriert genug. Es hat einfach nicht gepasst.“

Weiter geht es für die Knights am 17. Mai bei den Kiel Baltic Hurricanes II. Das nächste Heimspiel steht erst am 21. Juni an. Dann kommen die Hamburg Blue Devils an den Rendsburger Nobiskrug.

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