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Handball-Landesliga der Frauen : Angsthasen-Handball

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-Landesliga der Frauen unterlag die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg dem Wellingdorfer TV mit 20:27. Damit schwebt das Team von Trainer Patrick Petriesas weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Die Luft im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga der Frauen wird für die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg immer dünner. Der Aufsteiger kassierte im Heimspiel gegen den Wellingdorfer TV eine bittere 20:27 (9:14)-Niederlage und verharrt auf dem zehnten Platz. Glück im Unglück für Schülp/Westerrönfeld/RD: Auch die Konkurrenten patzten. Die SG Lütjenburg/Dannau unterlag dem Tabellenzweiten TSV Alt Duvenstedt mit 15:22 (8:14), die SG Bordesholm/Brügge musste sich dem THW Kiel II mit 17:26 geschlagen geben und die HSG Kremperheide/Münsterdorf zog gegen Tabellenführer HSG Mönkeberg/Schönkirchen mit 27:31 den Kürzeren. Der Tabellensechste HSG Eider Harde muss nach dem 17:26 (9:12) gegen den Preetzer TSV in eigener Halle aufpassen, nicht auch noch in den Abstiegsstrudel zu geraten, denn selbst Platz 7 könnte durch die Strukturreform zur kommenden Saison im ungünstigsten Fall nicht zum Klassenerhalt reichen.

SG Lütjenburg/Dannau – TSV Alt Duvenstedt 15:22 (8:14)

Nach ausgeglichener Startphase (4:4) setzte sich der TSV Alt Duvenstedt ab und legte mit der 14:8-Pausenführung schon in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Erfolg. „Nach dem 4:4 haben wir sicher in der Abwehr gestanden“, lobte Alt Duvenstedts Co-Trainer Torben Kutschke, bemängelte aber Konzentrationsschwächen bei seinen Spielerinnen in der Phase kurz vor und nach dem Seitenwechsel. „Nach dem Wiederanpfiff haben wir letztlich die Führung nur noch verwaltet“, sagte Kutschke, der vor allem mit der Angriffsleistung nicht zufrieden war. Seine Spielerinnen waren ihm zu träge und ließen den Ball nicht schnell genug durch die eigenen Reihen laufen. Die Deckung und die Torleute dagegen zeigten eine solide Leistung. „Wir haben schon besser gespielt, doch man hat auch einmal solche Tage. Von daher sind wir mit dem doppelten Punktgewinn zufrieden.“

Tore für den TSV Alt Duvenstedt: Schütz (5), Hinz (4), B. Müller (4), Gehl (3), Schütt (2), Kossek (2), Drews, Kiehn (je 1).


HSG Eider Harde – Preetzer TSV 17:26 (9:12)

Die Gäste dominierten die Partie von Beginn an, setzten sich schnell auf 6:2 ab und gingen mit einer 12:9-Führung in die Pause. Pech für die HSG Eider Harde, dass sich Margit Rohwer in der ersten Halbzeit so schwer verletzte, dass sie im zweiten Spielabschnitt nicht mehr mitwirken konnte. Trotz des Ausfalls von Rohwer bäumten sich die Gastgeberinnen zu Beginn des zweiten Durchgangs noch einmal auf und kamen bis auf 14:15 heran (40.). „Leider haben wir dann Angst vor dem Siegen bekommen. Es häuften sich die technischen Fehler und Ballverluste“, sagte HSG-Trainer Gerd Reckin, der mit ansehen musste, wie die Preetzerinnen mit einem 5:0-Lauf zum 20:14 schnell wieder für klare Verhältnisse sorgten. Die HSG Eider Harde fand nach diesem Rückschlag nicht mehr zurück in die Spur, der Rückstand wuchs bis zum Abpfiff auf neun Tore an.

Tore für die HSG Eider Harde: Rossdam (4), Rohwer (3), Peters (3), Kruse (2), Ramm (2), Gahnz, Hansen, Harbeck (je 1).


HSG Schülp/Westerrönfeld/RD – Wellingdorfer TV 20:27 (9:14)
Die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD erwischte einen guten Start und legte ein 6:3 vor. Die Führung gab den Gastgeberinnen aber nicht das nötige Selbstvertrauen. „Wir haben im Angriff Angsthasen-Handball gespielt“ bemängelte HSG-Trainer Patrick Petriesas. „Wir sind mit der 6:0-Deckung der Wellingdorfer einfach nicht klar gekommen.“ Da seine Spielerinnen auch in der Deckung nicht schnell genug verschoben und nicht fest genug zupackten, übernahmen die Gäste die Initiative. Mit einem 8:0-Lauf zog Wellingdorf auf 11:6 davon. Bis zum Seitenwechsel blieb es beim Fünf-Tore-Rückstand. Petriesas hatte auf ein Aufbäumen seiner Spielerinnen nach dem Wiederanpfiff gehofft – vergeblich. Die Gastgeberinnen machten dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Der WTV hatte so keine Mühe, die beiden Punkte aus Westerrönfeld zu entführen.

Tore für die HSG Schülp//Westerrönfeld/RD: Sienknecht (6), Jöhnk (5), Lassen (4), Krysik, Bielfeldt, Wallmann-Sievers, Rupietta, Lindhorst (je 1).

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