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3. Handball-Liga der Frauen : Angriff hui, Abwehr pfui

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei der 33:36-Niederlage gegen den HC Leipzig II verletzt sich Raphaela Steffek schwer.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2013 | 23:39 Uhr

Wenn man 33 Tore in eigener Halle gegen eine Mannschaft wie den HC Leipzig II wirft, kann man vorne nicht viel verkehrt gemacht haben. Wenn man allerdings hinten 36 kassiert, ist in der Abwehr irgendwas schief gelaufen. So erging es am Sonnabend den Handballerinnen des TSV Owschlag in der 3. Liga Ost. 33:36 (16:18) verlor das Team von Trainer Rainer Peetz gegen die Leipzigerinnen. Das Problem: Die Deckung lud zum Tag der offenen Tür ein. „Wir waren oft einen Schritt zu spät dran, hatten gedanklich keinen Zugriff“, erläuterte der Coach. Sein Fazit: im Angriff hui, in der Abwehr pfui.

Es war ein Kampf gegen Windmühlen. So zielsicher die Owschlager Schützen auch trafen, so nachlässig agierten sie in der Defensive. Die Torhüterinnen – Peetz wechselte alle drei Keeperinnen Sophie Fasold, Janine Becker und Johanna Wichelmann ein – standen häufig auf verlorenem Posten, wurden aber auch von ihren Vorderleuten im Stich gelassen.
Zu allem Überfluss droht wieder eine wichtige Torschützin längerfristig auszufallen. Nach 20 Minuten endete die Partie für Raphaela Steffek, die mit einer Bänderverletzung – vermutlich einem Bänderriss – nicht mehr weiterspielen konnte. „Angesichts unseres dünnen Kaders ist die Verletzung von Raphaela eine kleine Katastrophe“, stöhnt Peetz, dem für die nächsten Begegnungen nur noch acht Feldspielerinnen zur Verfügung stehen, da auch Alke Trceziok mehrere Wochen gezwungen ist zu pausieren.

Gegen Leipzig kam hinzu, dass die gut aufgelegte Franziska Peters nach 15 Minuten einen Schlag in die Magengrube erhielt und kurzzeitig raus musste. Sie fand danach nie wieder zu ihrer Anfangsform zurück. Anders dagegen Anita Ewert vom Kreis, die 60 Minuten lang eine nahezu 100-prozentige Wurfquote an den Tag legte. Auch Greta Stolley mit ihren 13 Toren war ein wichtiger Faktor im Owschlager Angriffsspiel.

Was allerdings überhaupt nicht funktionierte, war das Überzahlspiel der Gastgeberinnen. Statt eigene Treffer zu erzielen, kassierte der TSV mit einer Frau mehr auf dem Feld Gegentore. „Unser Überzahlspiel war extrem schlecht“, stellte Peetz ernüchternd fest. Beim Stand von 23:23 (39.) glich Jill Sievert das letzte Mal aus, danach lag der Gast aus Leipzig bis zum Abpfiff vorn.

TSV Owschlag: Fasold, Becker, Wichelmann – Stolley (13/8), Zadow (1), Ewert (8), Peters (6/1), Steffek, Kueppers (2), Sievert (3), Trceziok, Meenke, Behrend.

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