zur Navigation springen
Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 08:38 Uhr

Jugendhandball : Angriff auf die Bundesliga

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft in der Oberliga der männlichen Jugend A will die HSG Eider Harde nun den nächsten Schritt machen.

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2015 | 05:37 Uhr

Der Erfolg wurde gebührend gefeiert. Nachdem sich die A-Junioren der HSG Eider Harde mit einem 24:19-Erfolg über die HSG Tarp/Wanderup vorzeitig den Titel in der Handball-Oberliga gesichert hatten, floss so manches kühles Getränk durch die Kehlen der jungen Spieler. Die Umkleidekabine in der Werner-Kuhrt-Halle wurde nach dem Abpfiff kurzerhand in eine Partyzone umfunktioniert. Immer wieder stießen Trainer Thies Schmalfeld und seine Schützlinge auf die Meisterschaft an. Später gesellten sich auch noch Teile der ersten Frauen- und der ersten Männermannschaft dazu, um dem Nachwuchs zu gratulieren. Bis tief in die Nacht ließen es die Jungs krachen. „Das haben sie sich redlich verdient. Nach dem Schlusspfiff ist die ganze Anspannung der letzten Wochen abgefallen, da gab es dann einfach kein Halten mehr“, übt Schmalfeld sich in Nachsicht.

Wie alle anderen Beteiligten auch, wurde der Coach von dem Triumph überrascht. „Dass wir Meister werden und dann auch noch in dieser Art und Weise, war nicht vorauszusehen.“ Ein Platz im oberen Tabellendrittel hatte Schmalfeld vor dem Start als Ziel ausgegeben. Nach 20 von 22 zu absolvierenden Spielen weist die Statistik für die HSG, die sich erst für die Oberliga qualifizieren musste, 19 Siege und ein Unentschieden aus. „Das ist überragend und zeigt, wie toll sich die Mannschaft entwickelt hat“, sagt der Trainer nicht ohne Stolz und verweist als Beweis auf die Spiele in der Qualifikationsrunde. „Da haben wir gegen Stockelsdorf zweimal Unentschieden gespielt – und in der Punktrunde fertigen wir sie mit acht und zwölf Toren Unterschied ab.“ Drei Mal pro Woche bittet Schmalfeld seine Mannschaft zum Training in die Halle, dazu schieben die Spieler viele individuelle Einheiten im Kraftraum. Die Ernte haben die Eider Harder jetzt mit dem Oberliga-Titel eingefahren.

Doch das soll noch nicht alles sein. Schmalfeld und Co. planen den Angriff auf die Bundesliga. Statt TSV Kronshagen, HT Norderstedt oder HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve sollen die Gegner in der kommenden Saison THW Kiel, HSV Hamburg und SG Flensburg-Handewitt heißen. Durch die Meisterschaft hat sich die HSG das Startrecht für die Qualifikation zur höchsten Spielklasse im Jugendbereich erworben. „Der Verein hat grünes Licht gegeben. Wenn man schon die Möglichkeit bekommt, sollte man sie wahrnehmen“, meint Schmalfeld. Die Endrunde ist für den 13./14. Juni terminiert, vorgeschaltet ist eine Qualifikation, von der man bisher aber noch nichts Genaues weiß. Weder Termin noch Gegner der HSG Eider Harde stehen fest. Schmalfeld: „Das ist alles noch sehr schwammig. Aber wir sehen dem Ganzen zuversichtlich entgegen.“ An der Qualität seiner Mannschaft hat der HSG-Coach jedenfalls keine Zweifel, auch wenn die Hälfte des jetziges Kaders mit dem Saisonende in den Seniorenbereich wechseln muss. „Der jüngere Jahrgang ist nicht schlechter. Gegen Tarp haben wir nach der Pause fast nur mit dem jüngeren Jahrgang gespielt.“ Mit Spielmacher Georg Rohwer, Rechtsaußen Julian Fröhlich und Linksaußen Jarno Mumm bleiben dem Team die drei besten Schützen erhalten. „Und es kommen gute Leute nach“, sagt Schmalfeld, fügt im nächsten Atemzug allerdings hinzu, dass man noch auf der Suche nach Verstärkungen sei und deshalb auch über eine Kooperation mit dem Oberligarivalen HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nachdenke. „In welcher Art auch immer das sein mag. Um mit dem Nachwuchs der Bundesligisten mithalten zu können, braucht man schon eine schlagkräftige Truppe.“

Und wenn man in der Qualifikation scheitert? „Dann müssen wir uns darauf einstellen, dass uns vielleicht ein paar Spieler verlassen. Jarno Mumm und Julian Fröhlich sind die besten Außen der Oberliga, die haben auf alle Fälle das Zeug, um in der Bundesliga zu spielen“, sagt Schmalfeld. An ein Scheitern will der HSG-Coach aber keinen Gedanken verschwenden. Die Feier nach der Gewinn der Oberliga-Meisterschaft soll schließlich nicht die letzte gewesen sein.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert