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An die Kette gelegter Frachter „Divine“: Taucher flickten Leck

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit Taucheranzug und Schweißgerät rückten die „Hansataucher“ aus Hamburg an, um das Loch in der Außenhaut der „Divine“ zu „flicken“. Seit Mitte Juli liegt der Frachter einer türkischen Reederei im Rendsburger Kreishafen und darf aufgrund zahlreicher Mängel nicht weiterfahren.

Das Loch im Ballasttank des Schiffes sei nach Angaben der Taucher rund sechs Zentimeter groß. „Der Frachter geht dadurch allerdings nicht unter“, erzählte Göran Fitzthum, der mit seinen drei Kollegen, alles staatlich geprüfte Taucher, noch eine „komplette Schiffsbodenuntersuchung“ eingeplant hatte. „Das machen wir in der Nacht, wenn das Loch dicht ist. Wir wollen aber heute fertig werden“, berichtete Fitzthum weiter. „Ich schätze, dass wir insgesamt etwa zehn Tauchstunden benötigen.“

Die „Hansataucher“ sind ein Spezialbetrieb. Dieser hat sich unter anderem auf Schiffsinspektionen, Reparaturen und Schweißarbeiten unter Wasser spezialisiert. Auftraggeber für den Einsatz am Kreishafen ist die betroffene Reederei. Das Loch in der Außenhaut war allerdings nur einer von zahlreichen Mängeln, die die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft letztendlich dazu veranlassten, ein Auslaufverbot für den 81 Meter langen Frachter zur verhängen. Unter anderem sollen die Seekarten unvollständig, die Alarmglocken defekt und der Kapitän betrunken gewesen sein.

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erstellt am 26.Aug.2015 | 16:57 Uhr

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