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Rendsburg : An der Tunnel-Baustelle wird’s ab sofort enger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ab sofort herrscht hier Tempo 30: Am Straßentunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal sind Gleitwände aufgestellt worden, die die Fahrbahn verengen.

Rendsburg | Schmalere Fahrbahnen, Tempo 30 – die Zufahrten zum Straßentunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal sind am Wochenende neu markiert worden. In zwei nächtlichen Vollsperrungen der Weströhre sind vor den Tunneleingängen im Norden und Süden sogenannte Gleitwände aufgestellt worden. Sie schützen das Baustellen-Personal, haben jedoch zur Folge, dass es am Tunnel ab sofort noch enger wird.

„Die Gleitwände sind aufgrund einer Normenänderung zum Schutz der im öffentlichen Raum arbeitenden Personen erforderlich“, erklärte Projektleiter Martin Bröcker. Um die zweite Fahrbahn der Oströhre zu betonieren, müssen die Gleitwände am Rand der Westfahrbahn aufgestellt werden. Dadurch verengen sich die Spuren um je 15 Zentimeter auf 3,10 Meter. Folge: Die Geschwindigkeit im Baustellenbereich wird auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) nutzte die Sperrung für die planmäßige Unterhaltung der technischen Ausstattung der Weströhre. Die Entwässerungsanlagen wurden gereinigt, die Video- und Beleuchtungstechnik gewartet. Und auch Mitarbeiter der Straßenmeisterei Westerrönfeld waren während der Sperrung im Einsatz. „Zwischen der Tankstelle und dem südlichen Tunneleingang haben wir Rinnen, Abläufe und Posten gereinigt“, erklärte der Leiter Burkhard Miksch. Diese Arbeiten wären „unter Verkehr“ nicht möglich.

Die Vollsperrung nutzen die Wehren aus Rendsburg, Westerrönfeld, Osterrönfeld und Büdelsdorf am Freitagabend für eine Übung. Das Szenario: Schwerer Unfall im Kanaltunnel, ein brennendes Auto und dichter Rauch!

Kurz nach 22 Uhr ging die Alarmierung ein. Neben zwei Unfallfahrzeugen waren zwölf Statisten mit zehn Autos an der Übung beteiligt. Die Rendsburger Feuerwehr kam durch das Nordportal des Straßentunnels, die Westerrönfelder Kameraden näherten sich der Unfallstelle durch die Oströhre, weil ihnen nebenan starker Rauch entgegenkam. Dabei kamen neue Zwei-Flaschen-Atemgeräte zum Einsatz, die die Wehren speziell für die Tunneleinsätze angeschafft hatten. Mit ihnen kann bis zu eine Stunde unter Atemschutz gearbeitet werden – deutlich länger als mit der herkömmlichen Ausrüstung. 15 sogenannte „Langzeitatmer“ besitzt die Rendsburger Wehr, die Westerrönfelder Kameraden nutzen sechs.

„Bewährt haben sich auch die neuen Transportwagen, mit den jeweils drei Verletzte auf Tragen aus dem Tunnel geschoben werden konnten“, erklärte der Rendsburger Wehrführer Gerrit Hilburger. Seine Kameraden konnten die Unfallstelle schnell erreichen, weil sie freie Sicht hatten. Für die Westerrönfelder Feuerwehrleute war die Lage weitaus schwieriger. Sie wichen auf die Baustellenröhre aus und kämpften sich über Zwischentüren zur Unfallstelle durch.

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