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Neue Chronik : An der Chronik scheiden sich die Geister

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bis März 2014 sollen 150 Seiten entstehen. Die geringe Seitenzahl und das zu knappe Zeitfenster kritisiert das Bürgerforum. Doch die Politik gibt Entwarnung: Chronik sei in professionellen Händen.

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erstellt am 12.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Die Nortorfer Chronik sorgt weiterhin für Gesprächsstoff – während die Politiker Ruhe fordern und keinen Grund zur Sorge sehen, bemängelt das Nortorfer Bürgerforum die Herangehensweise. Zu wenig Seiten in zu kurzer Zeit heißt es seitens des Forums.

Nach der Kommunalwahl im Mai hatte die Verwaltung in Nortorf einen Vertrag mit Prof. Dr. Auge von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und einer wissenschaftlichen Mitarbeitern geschlossen. Dort wurde festgehalten, dass die Chronik der Stadt zum 31. März 2014 fertiggestellt werden soll und der Seitenumfang 150 beträgt. Vor Kurzem wurde die wissenschaftliche Mitarbeiterin, die es beruflich in eine andere Richtung zog, durch Matthias Jürgensen ersetzt.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für soziale und kulturelle Angelegenheiten der Stadt machte das Bürgerforum seinen Standpunkt klar. Dieter Schlüter, Sprecher des Forums, sagte, er wolle nichts kritisieren, nur anregen, und bemängelte das kurze Zeitfenster sowie die seiner Ansicht nach zu geringe vorgegebene Seitenzahl. „Bis zum März 2014 ist die Zeit einfach zu kurz, und 150 Seiten reichen allenfalls für eine Chronologie.“ Dem schloss sich auch Klaus Schuldt, ebenfalls vom Bürgerforum, an. Er verwies auf schon vorhandene Chroniken anderer Gemeinden, die wesentlich umfangreicher seien. Der Ausschussvorsitzende, Michael Friedrich (SPD) seinerseits sprach den bestehenden Autorenvertrag an, in dem diese beiden Punkte festgehalten seien. „Wir sollten Herrn Jürgensen erst einmal arbeiten lassen und dann beratschlagen. Die Politik sollte sich an dieser Stelle nicht einmischen“, sagte Friedrich. Auf Nachfrage der Landeszeitung machte Friedrich seinen Standpunkt noch deutlicher: „Die Politik sollte sich auch inhaltlich raushalten“, sagte der Politiker, „hier arbeiten schließlich professionelle Wissenschaftler an der Chronik.“ Zum festgelegten Fertigstellungs-Datum sagte Friedrich weiter: „Ich gehe davon aus, dass sich Herr Auge und Herr Jürgensen melden werden, sobald sie merken, dass sie mit der Zeit oder dem Seitenumfang nicht auskommen. Deshalb ist zurzeit gar kein Anlass zur Sorge gegeben.“ Die Kritik seitens des Bürgerforums sei unangebracht, so seine Meinung. Auch Uwe Krohz, Vorgänger von Michael Friedrich, sagte: „Wenn wir eine vernünftige und gründliche Chronik haben wollen, dann sollten wir auch keinen unbegründeten Druck ausüben.“

Das Bürgerforum seinerseits brachte nicht nur jüngst seine Bedenken zum Ausdruck, sondern erklärte bereits im Mai seine Bereitschaft selbst die Chronik in die Hand zu nehmen (wir berichteten). Schließlich sei das Bürgerforum bestens informiert, habe viele Recherchearbeiten erledigt, verfüge über die Zeit und Motivation und würde zudem ehrenamtlich an der Chronik arbeiten.

Michael Friedrich sagte dazu: „Niemand hat und hält das Bürgerforum davon ab, eine Chronik zu schreiben. Jeder kann ein Buch schreiben, wenn er mag. Allerdings handelt es sich hier um keine Wissenschaftler.“ Auch Uwe Krohz unterstütze die Aussage seines Nachfolgers: „Das Bürgerforum ist unumstritten engagiert, aber eben nicht qualifiziert genug.“

Allerdings könne jeder, der etwas für die Chronik beisteuern kann, ob Bilder, Geschichten oder Ähnliches, diese beim Rathaus abgeben, welche dann an die Chronisten weitergegeben werden.

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