Hüttener Berge : Amt bremst Wildwuchs bei der Windkraft aus

Der Naturpark Hüttener Berge: Amt und Gemeinden haben erfolgreich daran gearbeitet, dass der Landstrich nicht von Windkraftanlagen verschandelt wird.
Der Naturpark Hüttener Berge: Amt und Gemeinden haben erfolgreich daran gearbeitet, dass der Landstrich nicht von Windkraftanlagen verschandelt wird.

Der Kern des Naturparks Hüttener Berge ist von Vorranggebieten nicht mehr betroffen.

shz.de von
11. September 2018, 17:40 Uhr

Der Ausbau der Windkraft betrifft im Amt Hüttener Berge vergleichsweise wenige Gemeinden. Vorrangflächen sind in Holtsee, Owschlag und Sehestedt vorgesehen. Zahlreiche Potenzialflächen hingegen werden im Vergleich zum ersten Entwurf der vom Land entworfenen Regionalpläne gar nicht weiter verfolgt, wie Amtsdirektor Andreas Betz im Haupt- und Amtsausschuss erklärte. Das Gremium war zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Die Leitung hatte Detlef Kroll.

Betz konnte zudem feststellen, dass das von den Gemeinden und dem Amt erarbeitete informelle Planungskonzept erheblich in den neuen Entwurf eingeflossen ist. „Der Kern des Naturparks ist von Vorranggebieten nicht mehr betroffen“, sagte der Amtsdirektor auf der Sitzung. Aufgabe der Gemeinde werde es jetzt sein, die Vorranggebiete zu prüfen und diese mit dem informellen Planungskonzept abzugleichen. Die Gemeinden Holtsee, Sehestedt und Owschlag sollen sich durch ein Planungsbüro beraten lassen. Kreisweit ist im jüngsten Regionalplanentwurf der Landesregierung knapp ein Viertel der Potenzialflächen weggefallen.

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist die Fläche der Vorranggebiete von knapp 4700 Hektar im ersten Planentwurf vom Dezember 2016 im Zuge der Erarbeitung des zweiten Planentwurfs auf etwa 3500 Hektar zurückgegangen. Das liegt vor allem daran, dass die neue Landesregierung den Mindestabstand zu Siedlungen von 800 auf 1000 Meter erhöht hat.

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