zur Navigation springen

Mittelholstein : Amt beteiligt sich an Aktiv-Region

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mittelholstein will sich besser um Asylbewerber kümmern. Amtsdirektor Stefan Landt spricht sich für einen Flüchtlingsbetreuer aus.

Das Amt Mittelholstein will sich künftig mit 20 500 Euro pro Jahr an der Finanzierung der Aktiv-Region Mittelholstein beteiligen. Wegen dieses Beschlusses war die Amtsausschusssitzung im Hohenwestedter Ratssaal extra vorzeitig einberufen worden. „Wir müssen diesen Beschluss jetzt fassen, damit die Aktiv-Region handlungsfähig ist“, sagte Amtsdirektor Stefan Landt und erläuterte, warum man die Beteiligung des Amtes von 50 auf 86 Cent pro Einwohner erhöhen müsse: „Es werden zusätzliche Mittel von den Mitgliedskommunen gebraucht, um das Regionalmanagement besser auszustatten und die Kofinanzierung von Privatmaßnahmen planen zu können.“

In der abgelaufenen Förderperiode waren im Amtsbereich vier solche privaten Maßnahmen über die Aktiv-Region mit EU-Mitteln gefördert worden: das „Kimberquell“-Abfüllhaus der Hohenwestedter Werkstatt in Nindorf, die Restauration des Hanerauer Waldfriedhofs sowie die Erweiterungen eines Ferienhofs in Aukrug und eines Cafés in Padenstedt. Im kommunalen Bereich hatte die Aktiv-Region Mittelholstein unter anderem den Bau des neuen Tappendorfer Dorfgemeinschaftshauses mit 80 000 Euro aus dem Europäischen Landschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) ermöglicht. In der neuen EU-Förderperiode 2015 bis 2020 soll das Regionalmanagement aufgewertet werden, indem es Aufgaben übertragen bekommt, die bisher vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) erledigt wurden. Dazu muss das Regionalmanagement mit einem Vollzeitmanager und einer Vollzeitassistenzkraft ausgestattet werden. Das Land Schleswig-Holstein will in der neuen Förderperiode für Maßnahmen privater Träger zusätzliche Mittel in Höhe von 20 000 Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich die Kommunen ebenfalls mit bis zu 20 000 Euro an der Kofinanzierung solcher Privatmaßnahmen beteiligen.

Der Amtsausschuss billigte einstimmig die Erhöhung der jährlichen Finanzspritze für die Aktiv-Region Mittelholstein von 50 auf 86 Cent pro Einwohner. Darüber hinaus bekunden die Gemeinden des Amtes Mittelholstein im Rahmen des gleichen Beschlusses die Bereitschaft, „für Projekte in eigener Trägerschaft bzw. mit eigener Beteiligung die erforderliche Kofinanzierung bereitzustellen.“ „Die Ideen zu Projekten müssen in den Gemeinden entwickelt werden“, betonte Landt.

In seinem Verwaltungsbericht zum Auftakt der Amtsausschusssitzung hatte der Amtsdirektor auf die zu erwartenden Schwierigkeiten bei der Aufnahme zusätzlicher Asylbewerber hingewiesen. „Sowohl die Unterbringung als auch die Betreuung bereiten uns Probleme“, stellte Landt fest und regte an, das Amt eines Flüchtlingsbetreuers zu installieren: „Wir als Verwaltung können das nicht leisten, aber wir müssen versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden, denn wir haben die Verpflichtung, diese Menschen zu unterstützen und ihnen das Ganze ein bisschen leichter zu machen.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen