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Landeszeitung

24. August 2017 | 09:37 Uhr

Am Sonntag werden die Kühe unruhig

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Umstellung auf Winterzeit beeinflusst Milchviehbetriebe

„Auch Kühe haben eine innere Uhr“, weiß der Landwirt Michael Boyens aus seiner langjährigen Berufserfahrung. Und deshalb ist dem Milchbauern aus Rickert schon jetzt klar, was ihn am Sonntagmorgen nach der Umstellung auf die Winter- beziehungsweise Normalzeit nach der um eine Stunde längeren Nacht im Stall erwarten wird: „Unruhige Kühe, die schon seit einer Stunde ungeduldig auf den Beginn des Melkens warten.“

Die Euter der Milchkühe seien prall gefüllt, das sei den Tieren wohl unangenehm, sagt der Landwirt: „Die Kühe stehen dann vor dem Melkstand – und bei der einen oder anderen läuft schon die Milch.“

Aber nach etwa fünf Tagen, so seine Erfahrung, haben sich die Tiere an die Winterzeit gewöhnt. „Da müssen sie halt durch, so wie wir Menschen auch.“

Dass einige seiner Kollegen die Kühe im Schongang an die Zeitumstellung gewöhnen und über mehrere Tage das Melken und Füttern um jeweils zehn Minuten nach hinten verschieben, hält Boyens für übertrieben und zu aufwändig. Denn ein Nachlassen der Milchleistung in den Tagen nach der Zeitumstellung hat er bisher nicht feststellen können.

Wenn es nach Michael Boyens und seiner Frau Daniela ginge, dann sollte immer die Sommerzeit gelten. „Dann haben wir im Sommer, wenn wir um 18 Uhr mit dem Melken fertig sind, mehr Zeit, um mit den Kindern noch etwas im Hellen zu unternehmen.“

Für den Landwirt mit seinen 130 Milchkühen beginnt mit der Winterzeit „die unangenehmste Zeit des Jahres“. „Wenn wir nach dem Kaffeetrinken um vier Uhr mit dem Melken beginnen, ist es fast schon dunkel. Und wenn wir fertig sind, ist es ganz duster.“

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erstellt am 25.Okt.2014 | 12:48 Uhr

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