Am rauschenden Bach wird aus Korn frisches Mehl

Lokaltermin: Jochen Pahl (rechts) erklärt, warum die Wassermühle im wahrsten Sinne des Wortes „klappert“.
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Lokaltermin: Jochen Pahl (rechts) erklärt, warum die Wassermühle im wahrsten Sinne des Wortes „klappert“.

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09. Juni 2014, 13:58 Uhr

Die Hanerauer Wassermühle klappert noch im wahrsten Sinne des Wortes am rauschenden Bach. Denn wenn das Wasser des gegenüberliegenden Mühlenteichs das Rad antreibt, setzt sich die noch ursprüngliche, voll funktionsfähige Technik mit Zahnrädern, Wellen, Riemen und Mühlensteinen in Bewegung und eben auch die Schütte: „Damit das Korn gleichmäßig in das Mahlwerk gelangt, wird die Schütte vom Rüttelschuh hin und her gerüttelt. Das erzeugt das Klappern“, erklärte Mühlenbesitzer Jochen Pahl auf Plattdeutsch den staunenden Besuchern in einer Führung.

Zum 18. Mal nahm er mit seiner 1857 gebauten Wassermühle am Mühlentag teil. Bei schönstem Pfingstwetter konnten sich die Gäste in der Mühle umsehen, beim Mahlen von Korn zu Mehl zuschauen, Drechslern bei der Holzarbeit über die Schulter schauen, selber Brötchenteig kneten und im Holzbackofen backen oder es sich im Mühlengarten gemütlich machen. Musikalische Unterhaltung gab es von den Mühlentown-Jazzmen. Seit dem Jahr 1909 ist die Wassermühle im Besitz der Familie Pahl, bis 1965 wurde sie noch gewerblich genutzt. Seit 1996 beteiligt sich Familie Pahl am Mühlentag. Seit 2008 kann man sich in der einzigartigen Kulisse der Wassermühle trauen lassen. Vor zwei Jahren gründete sich ein Mühlenverein mit mittlerweile 26 Mitgliedern, denen der Erhalt der Wassermühle ebenso am Herzen liegt, wie seinem Besitzer. Der hat in den vergangenen Jahren viel Zeit, Mühe und Geld in seine Mühle investiert, um sie in liebevoller Detailarbeit zu restaurieren. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wassermuehle-hanerau.de.

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