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Bürgeranhörung : „Am Grünen Kranz“ geht’s um drei Ausbau-Varianten

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Problemliste für die Straße „Am Grünen Kranz“ ist lang. Sie soll jetzt abgearbeitet werden. Der Ausbau der rund 90 Meter langen Sackgasse, die von der Hollesenstraße abgeht, steht bei der Stadt auf dem Plan.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 12:06 Uhr

Fehlende öffentliche Beleuchtung, keine den Richtlinien entsprechende Wendemöglichkeit für Müllfahrzeuge, viele verschiedene Oberflächenmaterialien, der nach heutigen Standards zu dünne und beschädigte Asphaltbelag, die mangelhafte Entwässerung – die Problemliste für die Straße „Am Grünen Kranz“ ist lang. Sie soll jetzt abgearbeitet werden. Der Ausbau der rund 90 Meter langen Sackgasse, die von der Hollesenstraße abgeht, steht bei der Stadt auf dem Plan. Seit gestern sind die drei Varianten im Rathaus-Foyer öffentlich ausgehängt.

Die Anlieger sollen vom Ausbau profitieren – und ihn mitfinanzieren. „Nach der Ausbaubeitragssatzung werden 85 Prozent der beitragspflichtigen Kosten auf die Anlieger umgelegt“, erklärt Ulli Clausen, Fachdienstleiter Tiefbau. Der Ausbau wurde notwendig, da in den letzten Jahren Gebäude in zweiter Reihe abgerissen und durch Wohnblockbebauung ersetzt wurden. Mittlerweile ist die Straße stark frequentiert. Die bestehenden Probleme, so heißt es in der Beschlussvorlage für den Bauausschuss, tragen „nicht zur Verkehrssicherheit und zum geordneten Verkehrsablauf bei“.

Drei Ausbauvarianten sind nun im Gespräch. Variante 1 beinhaltet eine 4,75 Meter breite Fahrbahn, einen Parkstreifen sowie einen mindestens 1,50 Meter breiten Gehweg. Stadt und Anlieger favorisieren Variante 2. Sie entspricht Variante 1, sieht zusätzlich aber eine richtliniengetreue Wendeanlage vor. Doch diese – nach aktuellem Stand – rund 294 000 Euro teure Variante wird wahrscheinlich nicht umgesetzt. „Sie setzt städtischen Grunderwerb von privaten Anliegern voraus. Dieser wird nach dem Stand der Verhandlungen wohl nicht gelingen, sodass es bei der Variante 0 bleiben dürfte“, erklärt Frank Thomsen, Fachbereichsleiter Bau und Umwelt. Variante 0 ist mit geschätzten 190 000 Euro Ausbaukosten am günstigsten, auf die 271 Anlieger kämen Gesamtkosten von rund 145 000 Euro zu. Eine neue Wendeanlage gibt es dafür nicht. Es sei laut Beschlussvorlage nicht auszuschließen, „dass zukünftig alle Eigentümer den zu entsorgenden Abfall bis an die Einmündung Hollesenstraße transportieren müssen.“ Bei Umsetzung der Variante 0 ergibt sich eine auf die bestehenden Grundstücksgrenzen eingeengte und stark verschwenkte Fahrbahn, zudem müsste die Einmündung Hollesenstraße in Richtung Westen verschoben werden.

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