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Kein einziger Antrag : Am Bedarf vorbei: Schwerlaster meiden den Kanaltunnel

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jetzt dürften sie – aber sie wollen nicht. Lkw mit sperrigen oder außergewöhnlich schweren Gütern machen um den Kanaltunnel einen Bogen.

Jetzt dürften sie – aber sie wollen nicht. Lkw mit sperrigen oder außergewöhnlich schweren Gütern machen um den Kanaltunnel einen Bogen. Um die für Transporte über 7,5 Tonnen gesperrte Rader Hochbrücke zu umgehen, nehmen Spediteure lieber den Umweg über Kiel in Kauf. Das ist die überraschende Bilanz gut eine Woche nach der statischen Prüfung des Tunnels und der anschließenden Freigabe für Schwerlaster (wir berichteten).

Bis gestern lag der Verkehrsaufsicht des Kreises kein einziger Antrag eines Transportunternehmens vor. „Null“, sagte Leiter Günter Wischnewski. „Wir sind alle etwas verwundert.“ Denn Landrat Rolf-Oliver Schwemer persönlich hatte sich im Ministerium für die Schwerlast-Freigabe eingesetzt. Teile für Windkrafttürme, die im neuen Rendsburg Port am Kanal-Südufer lagern, sollten möglichst schnell zu Zielen in Dänemark gelangen können. Wie sich jetzt herausstellt, ging dieser Vorstoß am tatsächlichen Bedarf vorbei.

Der Prokurist einer Bremer Spedition, die am Rendsburg Port tätig ist: „Die Tunnel-Freigabe war nicht unsere Idee.“ Die Route durch den Tunnel sei mit zu vielen Unwägbarkeiten behaftet. Unter anderem seien zu viele Polizisten nötig, um einen Konvoi zu sichern. „Die Tunnel-Route ist nur wichtig, wenn wir keine andere Möglichkeit haben.“ Frank Schnabel, Geschäftsführer des Hafenbetreibers, hält die Prüfung des Tunnels dennoch für richtig: „Es ist eine Option für den Hafen insgesamt. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass der Rendsburg Port stark bleibt.“

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erstellt am 03.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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