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Altes Pastorat: Neues Zuhause für 22 Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kirchengemeinde vermietet Haus an das Amt Nortorfer Land

von
erstellt am 13.Nov.2015 | 10:55 Uhr

Seit Februar steht das Pastorat in der Großen Mühlenstraße leer. Nun wird dort bald wieder Leben einkehren: In zwei Wochen steht das 1803 errichtete Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Nortorf und die Verwaltung haben den Mietvertrag bereits unterzeichnet.

„Davon profitieren beide Seiten“, findet Peter Krey vom Ordnungsamt. Für die Verwaltung besteht die Möglichkeit 22 Flüchtlinge unter einem Dach unterzubringen. So viele wie nirgends anders. Die Kirche räumt sich damit weitere Zeit ein, Ideen für die Nutzung des Gebäudes zu sammeln. Seitdem Pastorin Babette Lorenzen im Februar aus Nortorf wegzog, steht das Gebäude leer. Im Frühjahr wurden Fenster und Türen saniert. Überlegungen eine Art Jugendtreff dort zu errichten, wurden schnell ad acta gelegt. „Die Auflagen sind einfach zu hoch“, sagen Pastorin Anna Trede und der Kirchengemeinderatsvorsitzender Hanns Lothar Kaempfe, „die Kosten für die Umsetzung sind zu teuer.“ Da Lorenzens Nachfolger Christoph Tretow anderweitig eine Dienstwohnung angemietet hat, musste eine Lösung für die rund 380 Quadratmeter gefunden werden. „In der derzeitigen Situation bot sich einfach an, hier Flüchtlinge aufzunehmen“, erklärt Anna Trede.

Eine Begehung mit einem Gutachter hat bereits stattgefunden. Laut dessen Raumkonzept können 22 Flüchtlinge in den 13 Räumen Unterkunft finden. „Es ist ein wunderschönes Gebäude“, findet auch Flüchtlingskoordinator Thomas Schröder, „was man aber nicht vergessen darf, ist, dass dies eine Notunterkunft ist.“ Neben einer Gemeinschaftsküche stehen zwei Badezimmer zur Verfügung. Am Donnerstag, 26. November, wird Schröder die Neuankömmlinge im Pastorat willkommen heißen. Vorher, am 19. November, sollen die Räumlichkeiten mit dem Nötigsten hergerichtet werden. Dafür werden ehrenamtliche Helfer gesucht, die beim Aufbau der Betten und Schränke helfen. „Wer helfen mag, kann ab 18 Uhr zum Pastorat kommen“, freut sich Schröder auf tatkräftige Unterstützung.

Der Mietvertrag ist vorerst auf Juli 2016 befristet. „Aber ich bin mir sicher, dass wir uns auch danach einig werden“, betont Krey. Je nach Flüchtlingszahlen könnte der Vertrag verlängert werden. Oder die Kirche nutzt das Gebäude für eigene Vorhaben. „Fürs erste haben wir eine tolle Lösung gefunden“, freuen sich die Verantwortlichen.

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