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Planungen laufen : Alte Eiderkaserne: Neues Quartier für 500 Menschen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das ehemalige Militärgelände in Neuwerk-West wird in ein klimafreundliches Wohn- und Gewerbegebiet umgewandelt.

Die Pläne zur Erschließung des Geländes der ehemaligen Eiderkaserne (Neuwerk-West, wir berichteten) nehmen konkrete Formen an. Eine Mischung aus Büros und 380 Wohneinheiten für 500 Menschen, durchzogen von einer weitläufigen Parkanlage, ein umweltfreundliches Wärmeversorgungsnetz und ein neuartiges Regenentwässerungssystem sollen Käufer locken.

Tim Felsmann vom Stadt- und Raum-Planungsbüro ISR stellte dem Bauausschuss den Entwurf für das 20 Hektar große Gelände nahe des Eiderkanals vor. Der östliche Bereich rund ums Eiderschlösschen soll demnach künftig städtisch geprägt sein: Neben Wohnungen soll es hier Einrichtungen für Arbeit, Gastronomie, Bildung und Kultur geben. Auf der übrigen Fläche mischen sich Mehr- und Einfamilienhäuser.

Von Süden her, vorbei an der Imland-Klinik, verläuft den Plänen zufolge die Hauptverkehrsachse und knickt in die Arsenalstraße ab, wo sie das Eiderschlösschen (Foto) passiert. Durch eine sich von West nach Ost erstreckende Grünanlage führt ein Trimm-Dich-Pfad. Einen klassischen Spielplatz gibt es nicht. Stattdessen verteilen sich Spielanlagen und Sandflächen, ebenso wie Sitzgelegenheiten, über den gesamten parkähnlichen Bereich.

Ein neuartiges Regenentwässerungssystem leitet den Niederschlag von den Grundstücken zu Rinnen in der Mitte der Straßen in ein Auffangbecken im Westen der Anlage und schließlich in die Eider. Ein Schallschutz in Form von Schutzwall oder -wand hält den Lärm von der angrenzenden Bundesstraße 202 ab.

Als Energiekonzept empfahl Thomas Lutz-Kulawik von der IPP Ingenieurgesellschaft ein einheitliches Wärmenetz für das gesamte Gebiet, versorgt von einer Heizzentrale, die vor Ort gebaut werden soll. Bei niedrigem Kohlendioxid-Ausstoß liegen die Kosten ihm zufolge nur geringfügig über den Alternativen.

Die Regenwasserableitung stieß auf einige Skepsis unter den Ausschussmitgliedern. Zweifel von Seiten des SSW und der CDU, ob das System auch bei starkem Regen ausreichend Wasser ableitet, konnte Stadtplaner Felsmann nicht vollständig ausräumen. SPD- und CDU-Vertreter kritisierten die vorgesehenen Nordgärten bei Teilen der Wohnanlagen. „Die Leute wollen keine solchen Gärten“, sagte Olaf Paulisch (CDU), „und jemand muss die Grundstücke nachher kaufen.“ Ingolf Bädtker (CDU) beurteilte das gesamte Konzept der Reihenhäuser für eine Stadt wie Rendsburg als kaum vermarktbar: „Wir sind nicht Hamburg. Die Leute wollen um ihr Haus herumgehen können.“ Ähnlich abschreckend sei der Mangel an eingeplanten Parkmöglichkeiten.

Festgeschrieben ist noch keines der Vorhaben. Die Bauplanung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bürgermeister Pierre Gilgenast ist erfreut über den Fortschritt. „Dieses Gelände hat alles, um ein großartiger neuer Stadtteil für Rendsburg zu werden. Das Besondere ist nicht nur die historische Lage (Stichwort Eiderschlösschen), sondern auch die Nähe zur Eider.“ Es gebe bereits zahlreiche Anfragen zu den Grundstücken.

> Das Projekt wird am Montag, 29. Februar, um 18 Uhr im Kleinen Saal des Hohen Arsenals, Arsenalstraße 2-10, öffentlich vorgestellt. Dort will man auch über die zu erwartenden Preise der Grundstücke informieren.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 09:20 Uhr

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