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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 10:36 Uhr

Alte Badewirtschaft schließt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

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von
erstellt am 04.Mär.2016 | 15:41 Uhr

Diesen Sommer wird die Gemeinde Borgdorf-Seedorf um ein Ausflugziel ärmer sein. „Das Café“ wird nach der Winterpause nicht mehr seine Türen öffnen. Die Inhaber Angelika und Günter Nölting haben sich aus persönlichen Gründen zu diesem Schritt entschlossen und wollen die Räumlichkeiten nun zu Wohnungen ausbauen.

Mit der Schließung und dem geplanten Umbau verliert die Gemeinde nicht nur ein weit über die Amtsgrenzen hinaus bekanntes und beliebtes Ausflugsziel, sondern ebenfalls ein Stück Borgdorfer Zeitgeschichte. Es war das Jahr 1897, als ein Konsortium um den damaligen Nortorfer Bürgermeister Emil Reiff das Seegrundstück kaufte, auf dem neben einer Gastwirtschaft auch eine Badeanstalt erbaut wurde.

Als Andenken an seine Dienstzeit in dem ehemaligen deutschen Schutzgebiet in China benannte der Bürgermeister die Badewirtschaft nach der Stadt „Kiautschou“. Doch erst mit der Übernahme der Gastwirtschaft durch Fritz und Emma Harder im Jahre 1912 sollte die eigentliche Geschichte des „Kiautschou“ beginnen.

Als Ausflugs- und Tanzlokal war der gastronomische Betrieb bald weit über die Gemeindegrenzen bekannt und diente nicht nur regionalen Vereinen, Verbänden und Clubs als beliebtes Ausflugsziel. Schließlich versprach die damalige Werbung ja auch „Zivile Preise – Gute Getränke – Reelle Bedienung“. Bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts führte der Sohn Klaus mit seiner Frau Renate die mittlerweile jahrzehntelange Tradition fort, bevor das „Kiautschou“ endgültig die Tore schloss.

Frischen Wind brachte dann die Übernahme des Hauses durch das Ehepaar Günter und Angelika Nölting. In einer gut zweieinhalbjährigen Bauphase gestaltete der gelernte Maurermeister die Räumlichkeiten komplett zu einem Café um. „Außer ein paar Wänden haben wir hier nichts stehen lassen“, erinnerte sich Nölting zurück. Mit Platz für rund 60 Gäste und einem großen Garten am See öffnete „Das Café“ dann im Sommer 2009. Es wurde schnell wieder zu einem bekannten Ausflugsziel, das sogar Radfahrergruppen in ihre Touren mit einbauten. Doch auch dieses Kapitel Borgstedter Geschichte ist nun beendet.

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