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Handball-SH-Liga der Männer : Alt Duvenstedter Freudentänze

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV Alt Duvenstedt hat das Derby in der Handball-SH-Liga der Männer gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit 32:31 gewonnen. Bester Werfer bei den Gatsgebern war Sascha Schwarz mit zehn Toren.

Das Rendsburger Handball-Gesicht hat an diesem Wochenende ein lachendes und ein weinendes Auge. Nördlich des Nord-Ostsee-Kanals freuen sich die Alt Duvenstedter darüber, nach dem 32:31 (17:16)-Derbysieg den Anschluss an das Tabellenmittelfeld der SH-Liga hergestellt zu haben, während südlich des Kanals getrauert wird, dass das Meisterrennen in diesem Jahr nun vorerst ohne die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg stattfinden wird.

Im Vorfeld geisterten die üblichen Gedanken durch die Trainerköpfe. Wie bekomme ich die Haupttorschützen des Gegners in den Griff? Welche Abwehrformation soll ich spielen? Sowohl Gunnar Kociok (Alt Duvenstedt) als auch Volker Paul (Schülp/Westerrönfeld/RD) hatten ihre Gedankenspiele im Vorbericht in der Landeszeitung öffentlich gemacht und darüber gemutmaßt, was der andere sich einfallen lassen könnte, um die namentlich genannten Stammkräfte auszuschalten. Irgendwie war es spätestens danach klar, dass einer aus der Reihe tanzen würde. „Ich wollte mal schauen, wie Westerrönfeld reagiert“, erklärte Kociok im Nachhinein, wieso er mit seiner zweiten Garde in die Partie startete. Statt Christian Eichstädt, Dany Jüschke und Co. schickte er Tobias Müller, Oliver Küch, Nils und Sven Petersen sowie Sönnick Nehls von Beginn an ins Rennen. Dazu kamen Tim Dau auf Linksaußen und Frederik Klapdor im Tor. „Ich wollte verhindern, dass uns hinten raus die Luft ausgeht und deshalb habe ich die Aufgaben mal anders verteilt“, sagte Kociok und fügte reumütig lachend hinzu: „Zum Glück hat die Mannschaft meinen Fehler wieder gutgemacht. Mein Plan ging nämlich völlig in die Hose.“

Die HSG nahm das Angebot, gegen die in dieser Formation nicht eingespielte Sieben anzutreten, dankend an und führte schnell mit 5:2. Kocioks Auszeit wirkte zeitverzögert nach dem 2:7 aus eigener Sicht. „Ganz egal, wer da gespielt hat, wir haben einfach danach die Chance verpasst, diesen Vorsprung zu halten“, kritisierte HSG-Trainer Volker Paul. Kocioks nun doch eingewechselten Stammkräfte starteten eine Aufholjagd, die das Spiel zur Pause gedreht hatte (17:16). In der zweiten Halbzeit musste Malte Pieper verletzt die Segel streichen und da auch Jens-Christian Woldt angeschlagen war und wenig spielte, fehlte Westerrönfeld die Durchschlagskraft auf der linken Seite. Einzig Niklas Ranft sorgte von rechts immer wieder für große Torgefahr. Nach dem Wiederanpfiff blieb es eng bis zum 20:20, bevor Alt Duvenstedt sich eine Drei-Tore-Führung erspielte und bis zum 31:28 behielt. Als Torgarant erwies sich Sascha Schwarz, der für zehn Tore nur zwölf Versuche benötigte. „Wir haben ohne Grund vorne schlecht abgeschlossen und in zehn Minuten sieben Großchancen vergeben“, ärgerte sich Paul. Dazu trug TSV-Keeper Hauke Fendt nach seiner Einwechslung in der 45. Minute bei, der einen Ball nach dem anderen hielt. Trotzdem kämpften die Westerrönfelder bis zum Schluss und kamen dank einer unnötigen Zeitstrafe Christian Eichstädts noch gefährlich nahe auf 32:31 heran – jedoch nicht näher. Damit erwies sich Kocioks vorher geäußertes Ziel, Westerrönfeld zu schlagen, als mutig, aber realistisch. „Ich war wirklich guter Dinge und selbstbewusst, denn durch das Training und die Entwicklung habe ich viel Vertrauen in meine Mannschaft. Schön, dass es geklappt hat“, sagte Kociok bekräftigend. „Ich bin enttäuscht über die Derby-Niederlage. Alt Duvenstedt war nicht die bessere Mannschaft, hat aber verdient gewonnen, weil es auf den entscheidenden Positionen besser besetzt war. Für uns wird es jetzt schwer, aber wenn wir bis zur Winterpause in die Erfolgsspur zurückfinden, ist der Aufstieg noch möglich“, sagte Paul.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Fendt – Müller (2), Schwarz (10), Eichstädt (8/5), Jüschke (3), N. Petersen (1), Voß (1), Dau (4), Küch, Schroedter, S. Petersen, Wommelsdorf (1), Nehls (2).

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Treziak, Henningsen, Tietjens - Sawitzki (2), Pieper (3), Petriesas (3), Seehase (6/1), Cardis (2), Ranft (8), Kohnagel (3), Reick, Walder, Woldt (4), Hartwig.

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