Handball-SH-Liga der Männer : Alt Duvenstedt trotzt den Personalproblemen

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In der Handball-SH-Liga der Männer präsentierte sich der TSV Alt Duvenstedt beim 29:17-Sieg gegen die SG Bordesholm/Brügge als geschlossene Einheit. Die Gastgeber hatten zu keinem Zeitpunkt der Partie ernsthafte Mühe mit dem Schlusslicht.

shz.de von
12. Januar 2015, 06:00 Uhr

Der TSV Alt Duvenstedt hat zwar massive Personalprobleme, aber die Metapher des „sinkenden Schiffes“ war im Vorbericht der Landeszeitung dann wohl doch etwas zu scharf gewählt. „Noch schwimmen wir ganz gut. Wir bewegen uns in schweren Gewässern, ja, aber wir gehen noch lange nicht unter“, kommentierte Trainer Gunnar Kociok. Das mühelose 29:17 (13:10) gegen das Tabellenschlusslicht SG Bordesholm/Brügge bestätigte ihn. „Es war wichtig für uns, gegen einen einfacheren Gegner zu spielen, um uns etwas zu akklimatisieren und Selbstvertrauen zu gewinnen“, sagte Kociok.

Über 60 Minuten hatte Alt Duvenstedt keine Mühe gegen die SG, die ihre einzigen beiden Punkte nachträglich durch die Umwertung des Nord-NF-Spiels erlangt hatte. Nach den ersten zehn Spielminuten musste Bordesholms Trainer Torge Haß verletzungsbedingt auch noch auf seinen besten Mann, Rückraumspieler Alexander Behnfeld, verzichten. Fortan mühten sich die Gäste oft vergeblich, die Alt Duvenstedter 6:0-Abwehr zu überwinden. „Wir haben es uns durch eine gute Abwehrleistung leicht gemacht, auch wenn es immer wieder Phasen gab, in denen Bordesholm aufholte“, analysierte Kociok. So stand es zur Pause nur 13:10, doch direkt nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeber auf 17:10 davon. In der Folgezeit setzte Kociok vermehrt auf die volle Breite seines Kaders und wechselte stetig durch. „Wir sind auf diese Wechsel angewiesen und haben uns als Mannschaft sehr stark präsentiert. Irgendwie scheinen uns die personellen Probleme zusammengeschweißt zu haben“, lobte der Alt Duvenstedter Trainer.

Wenngleich Bordesholm den Abstand beim 18:15 noch einmal leicht verkürzen konnte, so war beim 21:17 (50.) Schluss mit allen Hoffnungen seitens der Gäste. Zehn Minuten lang erzielten sie kein Tor mehr. Viermal aus vier Versuchen traf auf der anderen Seite Mathis Kock in seinem zweiten Pflichtspiel für den TSV. Auch Sven Petersen, der den zur SG Wift abgewanderten Kreisläufer Matthias Koslowski mit fünf Toren gut vertrat, half in der Schlussphase mit, dass der TSV Alt Duvenstedt schließlich deutlich mit 29:17 siegte.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Koch, Quarck – L. Kock (2), Eichstädt (5/1), M. Kock (4), Sievers (1), N. Petersen (2), Voß (1), Höpfner (2), Küch (4), S. Petersen (5), Hagge (3).

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