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Handball : Alt Duvenstedt scheitert auf St. Pauli an den Rahmenbedingungen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Haftmittelverbot in der Hamburger Halle bringt den TSV um einen Auswärtserfolg.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2013 | 23:33 Uhr

„Wer das hier für guten Handball hält, hat keine Ahnung von dem Sport.“ Thomas Carstensen, Trainer des Männer-Oberligisten TSV Alt Duvenstedt, zeigte sich am Sonnabend ziemlich angefressen nach der Partie beim FC St. Pauli. Gerade hatte sein Team mit 22:27 (11:12) verloren. Lange Zeit sah es jedoch danach aus, als kämen die Gäste mit den Umständen in der wachsfreien und glatten Halle des Wirtschaftsgymnasiums an der Budapester Straße relativ gut zurecht. Drei Tore betrug die Führung Mitte der zweiten Halbzeit. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir sind letztendlich an den Rahmenbedingungen gescheitert. Das ist einfach nicht okay. Der Rückraum hat sich nicht getraut, ohne Backe aufs Tor zu werfen. Das ist der Grund, warum sich alle in der Oberliga wünschen, dass St. Pauli absteigt“, fluchte der Coach.

Die Teams lieferten sich vor rund 300 stimmgewaltigen Fans einen harten Kampf. Kein Team wusste sich abzusetzen. Was mit Abstrichen gut klappte bei den Alt Duvenstedtern, war das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreisläufer Marian Palkus. Was nicht funktionierte, war die Ausbeute vom Siebenmeterstrich. Thomas Höpfner, Tim Dau und Christian Eichstädt verballerten in der ersten Halbzeit drei Strafwürfe.

Trotzdem schafften es die Gäste immer wieder, das Spiel so aussehen zu lassen, als ob sie es im Griff hätten. Bis die letzten zehn Minuten anbrachen. Ference Buechler vergab einen Gegenstoß, St. Pauli nutzte die Chance, erstmals seit langer Zeit in Führung zu gehen. Die letzten zehn Minuten gehörten dann den Hausherren. Eichstädt bekam jetzt einen persönlichen Aufpasser auf die Füße gestellt. Dem Rest des Teams fiel nicht mehr viel ein. Hinzu kamen unnötige Zeitstrafen, die den TSV ins Hintertreffen brachten. Am Ende fiel die Niederlage einen Tick zu hoch aus.

Die Alt Duvenstedter müssen nach dem guten Saisonstart aufpassen, den Anschluss in der Tabelle nicht zu verpassen – vor allem weil jetzt die Partien gegen die beiden Flensburger Mannschaften anstehen. Die gute Nachricht: Beim nächsten Mal dürfen sie wieder Wachs benutzen.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor (1.-30.), Koch (ab 31.), Quarck – Eichstädt (4/2), Voß (2), Koslowski, Dau (8), Frahm, Schwarz, N. Petersen, Müller, Höpfner, Buechler (1), Hagge (2), Palkus (5).

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