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Handball-Oberliga der Männer : Alt Duvenstedt präsentiert sich wie ein Abstiegskandidat

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim TSV Alt Duvenstedt wächst so langsam die Erkenntnis, dass es am Ende vielleicht doch nicht mit dem Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer klappen könnte. Vor den eigenen Fans ließ sich der TSV vom FC St. Pauli mit 30:40 (12:22) verhauen.

Beim TSV Alt Duvenstedt wächst so langsam die Erkenntnis, dass es am Ende vielleicht doch nicht mit dem Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer klappen könnte. Ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison läuft beim TSV rein gar nichts zusammen. Vor den eigenen Fans ließ sich die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen vom FC St. Pauli mit 30:40 (12:22) verhauen. Nach Abpfiff machte sich Resignation breit. „Wir haben ein riesiges Kopfproblem. Offensichtlich sind wir gehemmt, aus Angst zu verlieren“, konstatierte ein ernüchterter Coach Carstensen.

Die Gäste versprühten hingegen Leidenschaft, zeigten den unbedingten Willen, diese Partie zu gewinnen. Der Gastgeber hatte keine Mittel dagegenzuhalten. Der verletzte Marian Palkus fehlte an allen Ecken und Kanten. Auch Thomas Höpfner musste am Sonnabend krank absagen. Da Matthias Koslowski (krank) und Matti Voß (Schulterprobleme) nur bedingt mitwirken konnten, gingen Carstensen irgendwann die Alternativen aus. Hinzu kommt, dass die Petersen-Zwillinge ihrer Mannschaft nicht mehr helfen werden. Nils hat ein Auslandssemester in Portugal angetreten. Sven konzentriert sich derzeit auf den Kitesport, der eventuell mal mehr als ein Hobby werden könnte.

Bleiben zehn Feldspieler – davon zwei Angeschlagene, die nur wenige Minuten mitmachen konnten. Zu wenig an diesem Tag, um den Kiez-Handballern Paroli zu bieten. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels hatte der TSV eine echte Chance. Die Carstensen-Truppe legte haarsträubende Anfängerfehler an den Tag, passte dem Gegner teilweise die Bälle in die Arme. Leider konnten auch die Torhüter ihrem Team nicht helfen. „Wir waren hoffnungslos unterlegen“, stellte der Trainer verbittert fest. Einzige Ausnahmen waren Tobias Müller, der auf der für ihn ungewohnten Kreisposition eine gute Vorstellung ablieferte, und Ference Buechler, der gemeinsam mit Tim Dau zum erfolgreichsten Alt Duvenstedter Torschützen avancierte.

Was gibt jetzt noch Anlass zur Hoffnung, den Abstieg zu vermeiden? Die Spielweise der TSV-Akteure ist es schon mal nicht. Vielleicht der Spielplan oder die Tabellenkonstellation. Die Mannschaft hat noch ein Nachholspiel zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Wift. Carstensen: „Es sind nur zwei Punkte bis an rettende Ufer. Solange wir eine theoretische Chance haben, in der Liga zu bleiben, werden wir kämpfen.“

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Quarck - Hagge (2), Schwarz (5), Voß (1), Müller (4), Buechler (7/3), Eichstädt (1), Koslowski (1), Andresen, Dau (7), Frahm (2).

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