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Handball, SH-Liga : Alt Duvenstedt peilt den ersten Sieg an

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer will der TSV Alt Duvenstedt gegen den ebenfalls noch punktlosen Bredstedter TSV den ersten Saisonsieg einfahren. Die Frauen der HSG Fockbek/Nübbel erwarten mit GH Lübeck 76 den nächsten dicken Brocken.

Der Handball-Fan hat am Sonnabend in der SH-Liga der Männer die Qual der Wahl. Schaut er sich lieber die Partie zwischen der HSG Eider Harde und der HSG Tarp/Wanderup (19.15 Uhr) oder das Duell zwischen dem TSV Alt Duvenstedt und dem Bredstedter TSV (19.30 Uhr) an? Zuvor will die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nach der 25:36-Pleite bei der HSG Ostsee N/G gegen Aufsteiger HSG Mönkeberg/Schönkirchen Wiedergutmachung betreiben (16.45 Uhr). In der SH-Liga der Frauen hat die HSG Fockbek/Nübbel am Sonntag (17 Uhr) gegen GH Lübeck 76 ebenfalls Heimrecht.

SH-Liga, Männer
HSG Schülp/W’feld/RD – HSG Mönkeberg/Schönk. (Sbd., 16.45 Uhr)
Erst zwei Spiele jung ist die Saison, und doch ist die Heimpartie gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen schon richtungweisend für das Team von Trainer Volker Paul. „Jetzt ist Wiedergutmachung gefragt. Wenn wir unsere Ansprüche erfüllen wollen, dürfen wir nicht auch noch gegen den zweiten Aufsteiger verlieren“, fordert Paul mit Blick auf das jüngste 25:36 gegen die HSG Ostsee N/G. Allerdings gehört der Aufsteiger auch nicht in die Kategorie „Hoffentlich halten wir die Klasse“. Das durchweg stark besetzte Team hat höhere Ambitionen als in den nächsten Jahren sein Dasein in der SH-Liga zu fristen. Für Mönkeberg hingegen geht es in erster Linie um den Klassenerhalt. Die Handballer vom Kieler Ostufer sollten an einem normalen Tag für Westerrönfeld schlagbar sein. „Vor allem in der eigenen Halle müssen wir gewinnen und die große Euphorie der Gäste rechtzeitig stoppen“, fordert Paul, der sich einen Reduzierung der Fehler- und Fehlwurfquote wünscht. Nur 20 Prozent aller Würfe trafen die Außenspieler in Neustadt, gut wären 80 Prozent. Und auch die Ausbeute der restlichen Mannschaftsteile war mit 50 Prozent nicht gerade berauschend. Paul: „Normalform hatte keiner erreicht. Wir werden durch eine Videoanalyse noch einmal die individuellen Fehler aufdecken und klären. Und dann hoffen, dass sie nicht noch einmal in dieser Fülle passieren.“
HSG Eider Harde – HSG Tarp/Wanderup (Sbd., 19.15 Uhr)
Ergebnistechnisch war das schon ganz okay, spielerisch noch nicht so. Nach den ersten zwei Saisonpartien hat die HSG Eider Harde zwar vier Punkte auf dem Konto, in der nach oben offenen Performance-Skala befindet sich das Team aber noch im Stadium des Aufbruchs. Aufsteiger Bredstedt sowie Abstiegskandidat Tills Löwen sind – mit Verlaub – nicht der Maßstab für die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen. Der heutige Gast Tarp/Wanderup schon eher. Die Nordfriesen haben sich mit einem stark verjüngten Kader auf die Fahne geschrieben, um die vorderen Plätze in der Tabelle mitzuspielen. „Wir brauchen eine Leistungssteigerung gegenüber den ersten beiden Spielen, andernfalls wird es vermutlich nicht zu einem Sieg reichen“, prognostiziert Carstensen. Der Coach hat den Gegner studiert. Sein Fazit: „Tarp spielt sehr schnell, sehr dynamisch und vor allem eine extrem bewegliche und aggressive 6:0-Abwehr. Da müssen wir im Kopf hellwach sein.“ Personell muss Carstensen mit einigen Ungewissheiten leben. Kapitän Jörg Gosch hadert weiterhin mit Rückenbeschwerden. An Training war am Dienstag nicht zu denken. Hinter seinem Einsatz steht ein dickes Fragezeichen. Ebenfalls unklar ist, ob Keeper-Talent Jannik Severin und Halbrechts Philip Meyer mitwirken können. Beide sind noch angeschlagen. Definitiv ausfallen wird Sven Bendixen (beruflich verhindert). Ob Carstensen Spieler aus der Bundesliga-A-Jugend, die direkt vor den Männern gegen Eintracht Hildesheim ran muss, hochziehen wird, steht noch nicht fest, liegt aber wohl im Bereich des Möglichen.
TSV Alt Duvenstedt – Bredstedter TSV (Sbd., 19.30 Uhr)
Sowohl für den TSV Alt Duvenstedt als auch für den TSV Bredstedt begann die Saison mit zwei Niederlagen schlecht. „Das ist für beide kein unwichtiges Spiel“, weiß Alt Duvenstedts Trainer Gunnar Kociok und ergänzt: „Zu Hause wollen wir als etablierte Mannschaft aber endlich mal ein Spiel gewinnen und die ersten Punkte holen.“ Angesprochen auf die größte zu behebende Baustelle muss Kociok nicht lange überlegen: „Ich wäre schon zufrieden, wenn die elementaren Dinge da wären: Laufbereitschaft hinten, richtig zum Gegner stehen, mit einer gesunden Härte agieren und dabei eine klare Zuordnung haben. Ich Kreis, du raus. Das will ich mal sehen.“ Im Angriff seien das Entscheidungsverhalten und die Torabschlussquote stark verbesserungswürdig. „Die Frage ist, wann ein Wurf sinnvoll ist und was man verändern muss, damit die erfolgten Würfe auch reingehen“, erklärt Kociok und hält fest: „Wenn wir diese Dinge abstellen oder verbessern würden, wären wir schon gut davor.“ Kociok schont seine Spieler nicht, wenn es etwas zu kritisieren gibt, lobt allerdings auch deren Einsatzbereitschaft im Training. Zurzeit laufe es richtig gut, bei den Einheiten sei meistens die gesamte Mannschaft in der Halle. „Und ich glaube auch daran, dass wir uns nach und nach aus dem Tabellenkeller herauskämpfen werden“, blickt Kociok optimistisch nach vorn. Ein Sieg gegen Bredstedt wäre ein erster wichtiger Schritt.
SH-Liga, Frauen
HSG Fockbek/Nübbel – GH Lübeck 76 (So., 17 Uhr)
Das Auftaktprogramm meint es nicht gerade gut mit dem Aufsteiger: Nach den beiden Topfavoriten SV Preußen Reinfeld und TSV Lindewitt wartet mit GH Lübeck 76 der nächste schwere Brocken auf die HSG Fockbek/Nübbel. Die Lübeckerinnen befinden sich nach ihrem Abstieg aus der Oberliga zwar im Umbruch und mussten in ihren zwei Spielen bisher auch zwei Niederlagen einstecken, doch die vielen recht knapp aus. Die Mannschaft hat noch genügend erfahrene und vor allem gute Spielerinnen in ihren Reihen. „Wir wollen die Erfahrungen aus den beiden ersten Spielen mit in diese Partie nehmen und versuchen, die positiven Seiten umzusetzen“, sagt HSG-Trainer Reiner Heldt, der hofft, mit seiner Mannschaft einen weiteren Schritt in der Entwicklung beschreiten zu können. Heldt geht ohne personelle Sorgen in das Spiel.
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