Handball : Alt Duvenstedt feiert Kantersieg

Zwei Siegerfäuste: Alt Duvenstedts Denise Schütt bejubelt hier eines ihrer beiden Tore gegen die HSG Fockbek/Nübbel.
Zwei Siegerfäuste: Alt Duvenstedts Denise Schütt bejubelt hier eines ihrer beiden Tore gegen die HSG Fockbek/Nübbel.

Handball-SH-Liga der Frauen: Kutschke-Team gewinnt 32:23 und verschärft Lage für die HSG Fockbek/Nübbel

shz.de von
18. Januar 2018, 15:17 Uhr

Immerhin 143 Zuschauer zog es am Dienstagabend in die Sporthalle Alt Duvenstedt, um das Handball-Derby in der SH-Liga der Frauen zwischen dem heimischen TSV und der HSG Fockbek/Nübbel anzusehen. Vor allem die Gästefans trieb dabei die Hoffnung auf eine Überraschung an, doch die blieb aus. Souverän setzte sich der Tabellenzweite aus Alt Duvenstedt gegen den Vorletzten mit 32:23 (16:11) durch.

Damit stehen die Teams zum Ende der Hinrunde genau dort, wo sie auch vor der Partie standen: Der TSV mit viel Elan und Vorfreude auf die Rückrunde fast ganz oben und Fockbek voller Sorgen auf der anderen Seite der Tabelle. „Ehrlich gesagt war diese Partie ernüchternd“, grämte sich HSG-Trainer Ronny Hohnsbehn, der zwar keinen Sieg, aber ein etwas knapperes Spiel als die Neun-Tore-Niederlage erwartet hatte. So konnte er nur Bruchstücke des Derbys lobend erwähnen. „Wir haben uns vom 0:5 wieder herangekämpft, das war gut. Insgesamt stehen wir aber nicht umsonst unten und Duvenstedt oben“, sagte er. Nach dem 8:3 (14.) gelang es seinem Team, auf 8:11 (21.) zu verkürzen. Während Madita Jeß zwar auf sechs Feldtore kam, aber eben nicht auf mehr, traf Britta Müller zehn Mal – fast aus allen Lagen. Zusammen warfen sie die Hälfte aller TSV-Tore, während keine Fockbekerin mehr als viermal aus dem Feld erfolgreich war. „Madita hatten wir ganz gut im Griff, aber Britta gar nicht“, fand Hohnsbehn.

Dass Alt Duvenstedt direkt nach der Pause den Hebel umlegte und von 16:12 auf 21:12 das Spiel binnen weniger Sekunden entschied, ging aufs Konto von Elisa Schütz mit einem Dreierpack. „Es war insgesamt eine sehr gute Mannschaftsleistung, in der die Absprachen sehr gut eingehalten wurden“, freute sich Alt Duvenstedts Trainer Torben Kutschke. Trotzdem sah er die Partie, die in der Folge über 23:15 (47.) und 29:19 (55.) nie mehr knapp wurde, nicht als Selbstgänger an. „Wir mussten uns schon richtig reinarbeiten“, gab der Trainer zu. Nun steht für beide Mannschaften die Rückrunde an und die Vorzeichen könnten nicht verschiedener sein. „Wir wollen die Ergebnisse der Hinrunde bestätigen und sind gespannt, was die Rückrunde bringt. Unser Fokus liegt voll auf dem nächsten Spiel gegen die SG Dithmarschen Süd“, sagte Kutschke erwartungsfroh.

Hohnsbehn muss kleinere Brötchen backen. „Nach diesem Derby können wir in den nächsten Spielen keine Wunder erwarten. Wir müssen aber immer weiterarbeiten “, sagte der HSG-Trainer.

TSV Alt Duvenstedt: Stegmann, Lipka – Schlimbach (1), Schütt (2), Marrek (2), Studt (3), Kiehn (2), Jeß (6), Müller (10), Schröder, Thomsen, Ohm, Schütz (4).
HSG Fockbek/Nübbel: Brudniok - Schlegel, Jöns (6/2), Ehlers, Sieck-Pahl, Witt (3), Stump (3), Scheller (1), Walter (3), Tietz (1), L. Kurbjuhn (3/1), Ehlers (1), Born, C. Kurbjuhn (1).

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