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Handball-Oberliga : Alt Duvenstedt fehlt bei 28:34-Heimniederlage die Substanz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gegen das Spitzenteam aus Ellerbek kann der TSV seine personellen Ausfälle nicht kompensieren.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 06:04 Uhr

Letztlich war es dann doch ein Qualitätsunterschied: Die abstiegsgefährdeten Oberliga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt mussten sich zu Hause dem Top-Team TSV Ellerbek mit 28:34 (15:15) geschlagen geben.

Allerdings bot die dezimierte Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen in Sachen Kampfgeist eine makellose Vorstellung. „Schade, es war mehr drin. Aber summa summarum haben die Ellerbeker verdient gewonnen, weil sie mehr Substanz in ihrem Kader haben“, bilanzierte Carstensen. Die Niederlage sei zwei, drei Treffer zu hoch ausgefallen. Vor allem in der ersten Halbzeit bereiteten die Alt Duvenstedter ihrem Coach viel Freude. Keeper Freddy Klapdor zeigte eine starke Leistung zwischen den Pfosten. Der alte Kämpe Christian Eichstädt hielt die Fäden im Angriff zusammen, Matthias Koslowski füllte die Lücke, die der verletzte Marian Palkus am Kreis hinterlässt, gut aus. In der Abwehr stimmte die Zuordnung. Im Ergebnis gingen die Hausherren mit einem 15:15-Unentschieden in die Kabine. Erstes Etappenziel erreicht.

Nach dem Seitenwechsel merkte man den Gastgebern jedoch an, dass die Beine von Minute zu Minute schwerer wurden. Auch die Konzentration ließ nach. Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff verschliefen die Carstensen-Mannen komplett. Bis auf fünf Tore setzten sich die Gäste ab (19:24). Was tun? Der TSV stellte auf eine 3:2:1-Deckung um, was punktuell zum Erfolg führen sollte. Bis auf 24:26 robbten sich die Alt Duvenstedter an die scheinbar übermächtigen Gäste heran. Ein Gemengelage an Wurfpech, Passfehlern und unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen sorgte schließlich dafür, dass der Ausgleich nicht fallen sollte und die Ellerbeker wieder davonziehen konnten.

Das Problem war vor allem die linke Angriffsseite der Hausherren. Von dort fehlte im Gegensatz zur rechten Flanke mit Sascha Schwarz (8 Tore) die Durchschlagskraft. Ruben Hagge und Tobias Müller erzielten von der Königsposition zusammen nur einen Treffer. Auf Linksaußen fehlten die beiden etatmäßigen Spieler Tim Dau und Tim Frahm. Thomas Höpfner machte seine Sache zwar gut, aber er kann einen Tim Dau schon alleine aufgrund seiner Körpergröße nicht ersetzen. 1,70 Meter zu 1,96 Meter. Dau hat den Gott gegebenen Vorteil, dass er auch im Kreuzen aus dem Rückraum gefährlich zum Abschluss kommen kann.

Es sieht jedoch danach aus, als ob der TSV noch länger auf seine beiden Linksaußen verzichten müsste. Schade, denn am kommenden Freitag kommt die SG Wift zum Abstiegsduell.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor (1.-40., ab 50.), Quarck (40.-50.) – N. Petersen, Höpfner (3), Hagge, Schwarz (8), Voß (3), Müller (1), S. Petersen (1), Buechler (1), Eichstädt (8/7), Koslowski (3), Andresen.

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