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Handball : Alt Duvenstedt erwartet Rutschpartie auf dem Kiez

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

TSV muss in der Oberliga-Partie beim FC St. Pauli mit dem Haftmittelverbot klarkommen.

Wolke sieben haben die Oberliga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt mittlerweile verlassen. Sieben Etagen tiefer auf dem Boden der Tatsachen wissen die Männer von Thomas Carstensen, den Erfolg über die HSG Hohn/Elsdorf richtig einzuschätzen. Unterm Strich war es ein Pflichtsieg gegen den Abstieg – mehr nicht. Die Partie am Sonnabend beim Fünften FC St. Pauli (19.30 Uhr) wird ungleich schwerer. Vor allem, weil die Gäste in Hamburg eine Rutschpartie erwartet.

Die Sporthalle an der Budapester Straße ist in der Oberliga gefürchtet. Keine Mannschaft freut sich, darin aufzulaufen. Es liegt nicht an der Fankultur in der Halle, die dem Support im benachbarten Millerntor-Stadion gleicht. Vielmehr zittern die Gästeteams vor dem wachsfreien Ball, den es unter Kontrolle zu bringen gilt. Das ist das Problem für viele Unerprobte. „Fast alle meine Spieler sind es von Kindesbeinen gewohnt, Haftmittel zu benutzen. Müssen sie plötzlich ohne Kleber spielen, sind die Köpfe blockiert“, befürchtet Carstensen. Im Training ließ er deshalb den Backe-Pott verbieten. Seine Spieler sollten sich daran gewöhnen, das „Talent“ wegzulassen. Was teilweise zu skurrilen Szenen führte: „Einige haben ihre üblichen Bewegungsabläufe komplett eingestellt“, berichtet Carstensen. Das Wachsverbot sei ein klarer Heimvorteil für die St. Paulianer. Wobei fairerweise erwähnt werden muss, dass der Verein selbst versucht hat, das Verbot aufzuweichen. Doch die städtischen Behörden lassen das nicht zu. Carstensen: „Ein Stück weit kann man hier von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Aber die Statuten in der Oberliga erlauben das nun mal. Eine Liga höher geht das nicht mehr.“

Ungeachtet der Wachsproblematik hat St. Pauli auch ein paar gute Handballer in seinen Reihen. Eines der bekannteren Gesichter bei den Kiez-Handballern ist Klaus Häfele. Der 38-Jährige spielt seit 20 Jahren im Herrenbereich. Thomas Carstensen kennt ihn noch aus gemeinsamen Regionalliga-Duellen. Er bei Mönkeberg, Häfele in Ellerbek. „Rein sportlich haben wir auf St. Pauli eine Siegchance. Wir müssen abwarten, wie wir mit den Rahmenbedingungen klar kommen“, so Carstensen.

Der Fanbus fährt am Sonnabend um 17 Uhr vom Alt Duvenstedter Feuerwehr-Gerätehaus ab.


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erstellt am 25.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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