Handball : Alt Duvenstedt bleibt an der Spitze

Frei durch: Die Alt Duvenstedterin Karina Drews hat sich am Kreis durch gemogelt. Lena Bülck (li.) und Katja Hauschildt (rechts/beide SGBB ) kommen zu spät.
Frei durch: Die Alt Duvenstedterin Karina Drews hat sich am Kreis durch gemogelt. Lena Bülck (li.) und Katja Hauschildt (rechts/beide SGBB ) kommen zu spät.

In der Handball-Landesliga der Frauen bezwingt der TSV den Titelfavoriten Bordesholm/Brügge mit 25:22.

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05. November 2013, 06:00 Uhr

Die hoch gehandelte SG Bordesholm/Brügge kocht auch nur mit Wasser. Das stellte der TSV Alt Duvenstedt in der Handball-Landesliga der Frauen klar. Das Team von Trainer Stefan Brauer besiegte den Meisterschaftsfavoriten mit 25:22 und verteidigte die Tabellenführung vor der punktgleichen SG Lütjenburg/Dannau, die sich mit 23:18 gegen die HSG Hamdorf/Breiholz durchsetzte. Durch den 32:26-Erfolg beim Mitaufsteiger MTV Dänischenhagen schob sich die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg auf Platz vier hinter dem Preetzer TSV vor. Die Preetzerinnen gewannen deutlich mit 26:18 beim SH-Liga-Absteiger HSG Fockbek/Nübbel. Am Tabellenende wartet der TSV Owschlag II weiter auf den ersten Saisonsieg. Beim Münsterdorfer SV fehlte am Ende beim 23:25 nicht viel zum doppelten Punktgewinn.

TSV Alt Duvenstedt – SG Bordesholm/Brügge 25:22 (14:13)

„Wir haben von der ersten Minute an konzentriert in der Deckung gearbeitet und zugepackt“, berichtete Alt Duvenstedts Trainer Stephan Brauer, der in der guten Defensive die Grundlage zum Erfolg sah. Hatte der TSV Alt Duvenstedt in der ersten Halbzeit SG-Spielerin Ina-Lena Elwardt kurz gedeckt, so versuchte es der Gast seinerseits im zweiten Durchgang mit einer Manndeckung gegen Britta Müller. Doch die Taktik der SG schlug fehl. „Weil nun unsere anderen Spielerinnen Verantwortung übernahmen, konnten wir uns von 14:14 auf 19:14 absetzen“, frohlockte Brauer. Doch als dann die Gäste dann auch noch Jane König kurz nahmen, stockte der Angriffsmotor des TSV Alt Duvenstedt. Bis auf 21:22 kam Bordesholm/Brügge heran, dann fing sich der TSV wieder und machte mit dem 25:22 alles klar.

Tore für den TSV Alt Duvenstedt: B. Müller (11/6), J. König (4), Kiehn (4/2), Chr. Schröder (2), F. König (2), Ramm (1) und Hennigs (1).

HSG Fockbek/Nübbel – Preetzer TSV 18:26 (10:12)

Die HSG Fockbek/Nübbel erwischte einen schwachen Start. Die Gäste kamen durch Auslösehandlungen zu einfachen Toren und führten mit 4:1, ehe sich die HSG-Abwehr stabilisierte. Bis zum Seitenwechsel konnte Fockbek/Nübbel den Rückstand aber nicht wesentlich verkürzen. Die Entscheidung fiel dann gleich nach Wiederanpfiff, als sich Preetz von 12:10 auf 20:13 absetzte. „Wir sind entweder an Gäste-Torhüterin Beyer oder am Gebälk gescheitert“, sagte HSG-Trainer Pierre Joppien. „Hinzu kamen gerade im zweiten Spielabschnitt viele technische Fehler mit Ballverlusten, die Preetz nutzte, um sich über Gegenstöße abzusetzen.“ Erst nach dem 14:23 kam sein Team wieder besser ins Spiel und konnte verhindern, dass die Niederlage noch deutlicher ausfiel.

Tore für die HSG Fockbek/Nübbel: Benckwitz (6), Witt (4), Ehlers (4), A. Scheller (3) und Sonnenberg (1).

Münsterdorfer SV – TSV Owschlag II 25:23 (14:11)

„Wir hatten in der ersten Halbzeit drei Mal die Chance, in Führung zu gehen, haben sie aber nicht genutzt“, ärgerte sich Owschlags Trainer Sönke Marxen. Die Gastgeberinnen setzten sich nach dem 8:8 ab und legten ein 14:11 bis zur Pause vor. Eine Schwächephase gleich nach dem Seitenwechsel brachte den TSV Owschlag II mit 14:20 ins Hintertreffen. Marxen: „Wir haben dann aber den Turbo gezündet.“ Beim 21:21 war die Partie wieder offen. In den Schlussminuten bekam Münsterdorf aber wieder Oberwasser und machte den Sieg perfekt. „Wir hatten einen Punkt verdient“, meinte Marxen, der nun hofft, dass es im nächsten Spiel endlich mit dem ersten Saisonsieg klappt.

Tore für den TSV Owschlag II: Lenz (12), Willner (4), Gehl (3), Greinke (3) und Schäfer (1).

MTV Dänischenhagen – HSG Schülp/W’feld/RD 26:32 (15:12)

„Wir haben eine gruselige Startphase abgeliefert“, sah sich HSG-Trainer Dany Jüschke nach 22 Minuten einem 5:14 gegenüber. „Dänischenhagen spielte zwar nicht schlecht, war aber ausrechenbar“, meinte Jüschke, der nach dem deutlichen Rückstand seine Spielerinnen in der Auszeit neu auf die Gastgeberinnen einstellte. Nun zeigten sich die Schwächen im Spiel des MTV. Bis zur Pause kam die HSG auf 12:15 heran. Jüschke: „Wir haben in der Halbzeitpause unser Angriffsspiel noch einmal vertieft.“ Mit der zweiten Hälfte war der HSG-Coach dann mehr als zufrieden. Beim 18:18 glich sein Team aus und zog bis auf 27:21 davon. Diese Sechs-Tore-Führung brachte Schülp/Westerrönfeld/RD sicher über die Zeit.

Tore für die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Jöhnk (8/2), Laßen (5/2), Krysik (5/1), Vogler (4), Wallmann-Sievers (4), Schmalfeld (3) und Sienknecht (3).

SG Lütjenburg/Dannau – HSG Hamdorf/Breiholz 23:18 (14:9)

„Was wir in dieser Partie an Chancen versiebt haben, reicht normalerweise für mehrere Spiele“, ärgerte sich Hamdorfs Trainer Robert Wichmann. Das fing schon in der ersten Halbzeit an. Der Gastgeber setzte sich schnell auf 4:1 (10.) ab. Die HSG kämpfte sich auf 8:9 (20.) heran, vergab dann aber einen Siebenmeter und musste Lütjenburg/Dannau zur Pause auf 14:9 ziehen lassen. „Im zweiten Durchgang hatten wir Chancen genug, es gelang uns aber einfach nicht, den Rückstand zu verkürzen“, berichtete Wichmann und fügte an: „Dieses Spiel hätten wir nicht unbedingt verlieren müssen.“

Tore für die HSG Hamdorf/Breiholz: Peters (7), Thöming (6), Wichmann (2), Gerdt (2), und Herforth (1).

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