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Dorffest : Alt Bennebek feiert 675-Jahr-Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jung und Alt feierte bei buntem Festprogramm am Wochenende. Die Dorfchronik entstand in nur 18 Monaten. Für die Zukunft gibt es viele Pläne.

„Wenn nur die Hälfte der guten Wünsche in Erfüllung geht, bleiben wir noch mindestens 675 Jahre selbständig“, prophezeite Bürgermeister Armin Falkenhorst in seiner Festansprache zum 675-jährigen Jubiläum der Gemeinde Alt Bennebek am Sonnabend. Viele Gäste seien der Einladung gefolgt, davon sei fast die Hälfte „Buten-Bennebeker“, freute sich auch Peter Hinrichsen, der gemeinsam mit dem Festausschuss das Jubiläumsprogramm geplant und organisiert hat. Begeistert waren beide angesichts des Zusammenhalts in der Bevölkerung: „Unser Dorf ist festlich geschmückt, und das ganz ohne Aufforderung an die Einwohner“, lobte Falkenhorst.

Ein besonderer Dank wurde außerdem Peter Schröder zuteil. Neben seiner Mitarbeit im Festausschuss hat er in nur 18 Monaten eine Dorfchronik erstellt. „Am 15. Januar 2014 stand Armin Falkenhorst vor meiner Haustür und sagte: ‚Peter, Du musst eine Chronik schreiben.‘ Wir sind dann von Haus zu Haus gelaufen, haben die Einwohner befragt und Fotos gesammelt. Im Landesarchiv in Schleswig suchten wir nach Schriften und Urkunden zur Geschichte des Dorfes. Eine echte Mammutaufgabe“, berichtete Schröder.

Erstmals erwähnt wurde Alt Bennebek 1340 als „villa Bennebeke“ (villa = Dorf; Bennebeke = von Bächen umgeben) in einer Urkunde der Pfarrkirche Rendsburg. Die gesamte Geschichte seither hat Peter Schröder auf 48 Seiten festgehalten. Außerdem hatte der Festausschuss aus den vielen Fotos eine Ausstellung zusammengestellt, die reges Interesse bei den Jubiläumsgästen fand – sie weckte viele Erinnerungen. Aus diesen hatte Käthe Diercks ein plattdeutsches Gedicht „geriemelt“. In diesem beschreibt die 77-Jährige die Veränderungen in Alt Bennebek aus eigener Erfahrung. „Junge Geschichten“ hingegen brachte der Kindergarten des Dorfes auf die Bühne. Kindergartenleiterin Ute Köhnke und „ihre“ Kids erfreuten die Gäste mit Piratenliedern und –tänzen. Als Dankeschön gab es für alle viel Applaus und eine große Naschtüte.

Unter der Leitung von R.SH-Moderator Carsten Kock und mit Hilfe von Adolf Deeke und Michael „Mike“ Stühmer vom Regionalmarketing Kropp-Stapelholm wurden statt Grußreden kurzweilige Gesprächs- und Quizrunden geführt. „Welche Ministerpräsidenten waren schon in Alt Bennebek zu Gast?“ oder „Was ist ein Hufner?“ waren nur zwei der Fragen, die es dabei zu beantworten galt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen überreichte Freia Münster von der Schleswiger Volksbank eG einen Scheck über 675 Euro für den Bennebeker Kindergarten. Am Nachmittag gingen die Feierlichkeiten mit einem großen Kinder-Mitmach-Programm weiter. Eine Kaffeetafel lud zum „Klönschnack“ ein, bevor am Abend der große Festball den krönenden Abschluss des Tages bildete.

Bereits am Freitag hatten die Organisatoren zum plattdeutschen Abend eingeladen. Neben dem Feuerwehrmusikzug Bennebek und dem Männerchor der Freiwilligen Feuerwehr Sillerup hatte Matthias Stührwoldt, dichtender Landwirt aus Stolpe, die Besucher mit Geschichten und „Döntjes“ aus seinem Leben erheitert. Der Sonntag begann mit einem plattdeutschen Gottesdienst im Festzelt. Zum anschließenden Frühschoppen, wieder musikalisch begleitet vom Bennebeker Musikzug, hatten die Organisatoren eine weitere Überraschung parat. Die Brüder Klaus und Tim Hinrichsen, bekannt als Duo „Timsen un Lui“, die in Alt Bennebek aufgewachsen sind, präsentierten ihr „Alt-Bennebek-Lied“ erstmals öffentlich. Extra für diesen Termin spielten und sangen die Musiker wieder gemeinsam. Klaus Hinrichsen, besser bekannt als Lui, tritt live mit Vitaly auf und Bruder Tim erobert mit der Gruppe „Santiano“ die Bühnen Europas.

Nach 675 Jahren blicken die Alt Bennebeker mit neuen Plänen in die Zukunft: Unter anderem ist ein Bürgerwindpark ist im Bau und der Ausbau der Internetverbindung geplant. Und das Fest hat dem Dorf noch ein „Krönchen“ aufgesetzt.

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