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Aukrug : Als wäre Johnny Cash dabei gewesen

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Besuch aus Nashville beim "Aukrug Open Air" / Freibad hat sich als Veranstaltungsort bewährt

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 07:44 Uhr

AUKRUG | "My name is John Francis, and I’m from Nashville, Tennessee." Wenn man bekannt gibt, dass man an einer der absoluten Kultstätten der US-amerikanischen Musikkultur zu Hause ist, sorgt das bei einem Festival in Schleswig-Holstein schon mal für allerhand Aufsehen, aber auch für große Erwartungen. Erwartungen, denen John Francis beim "Aukrug Open Air" (AOA) vollauf gerecht wurde. Francis präsentierte einen Mix aus Coversongs ("Heart of gold", "Angel from Montgomery") und eigenen Kompositionen ("Just a moment ago", "The beautiful one"). Auf seiner aktuellen Single besingt Francis eines seiner Idole: "Johnny Cash on the radio".

Johnny-Cash-Songs gehören auch zum Repertoire von Christian Andersen und dessen Band "Uncle Ham wants you!", die später am Abend noch zweimal auf der AOA-Zeltbühne spielen sollten. "Dass ein Mann mit seiner Klampfe eine ganze Band ersetzt, ist schon ziemlich beeindruckend", meinte Andersen mit Blick auf Solokünstler Francis, "die Stimme ist okay, und dass er hier mit einem St.-Pauli-Shirt aufläuft, macht ihn ja gleich sehr sympathisch." "Die Stimme ist großartig, die hat viel Volumen", lobte auch Andreas Wohlert von den "Fliederbären", die das Festival eröffnet hatten, "das ist spitzenmäßige Musik, und man merkt: Francis ist überzeugt von dem, was er macht."

Francis erzählte dem begeisterten Publikum im Aukruger Freibad, dass er sich gerade auf einer Tournee durch Deutschland, die Schweiz und Österreich befinde. "Ein Freund von mir managt Francis, wenn er nach Europa kommt", erklärte Andreas Spörke vom AOA-Organisationsteam, "die meinten, dass er noch Zeit für weitere Auftritte hätte, und da passte ihnen unser Festival gut in den Tourneeplan."

Vor vier Jahren hatte es beim AOA schon einmal internationale Gäste gegeben: eine Rockabilly-Band aus den Niederlanden. Die Preise für die weiteste Anreise und den coolsten Heimatort in der bisherigen AOA-Historie dürften Francis aber bis auf weiteres erstmal sicher sein. Als der US-Amerikaner um kurz nach 18 Uhr "Johnny Cash is on the radio" sang, konnte Spörke schon mal eine positive Zwischenbilanz ziehen: "Es sind jetzt schon deutlich mehr Besucher hier als im vergangenen Jahr um dieselbe Uhrzeit."

Auch bei der Vorbereitung des Festivals hatte alles bestens geklappt. Die Gründung der neuen "AOA Event Management"-Gesellschaft habe sich bereits bewährt, befand Jochen Rehder: "So konnten wir uns viel besser um Sponsoren bemühen, das war ein entscheidender Faktor für uns, und das ist auch sehr positiv gelaufen." 19 Sponsoren aus Aukrug und Umgebung sorgten für die nötigen Finanzmittel, um Bühnen, Zelte und Equipment zu leihen. "So ist das Risiko für uns nicht so groß", bemerkte Rehder, "der Aufbau mit dem neuen Team hat ebenfalls perfekt geklappt, und es läuft insgesamt genau so, wie wir uns das vorgestellt haben."

Das Freibad fungierte zum zweiten Mal als Veranstaltungsort. "Hier können wir das Festivalgelände besser abtrennen als in Homfeld, haben keine Parkplatzprobleme, und die Lage ist zentraler", zählte Rehder die Vorzüge des Freibads auf. "Wir werden das Festival im nächsten Jahr auf jeden Fall auch wieder hier veranstalten", verkündete Spörke und gab den Termin für AOA Nr.9 bekannt: Donnerstag, den 29. Mai, (Himmelfahrt) 2014.

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