Handball : Als Außenseiter in das Spitzenspiel

Den nächsten Sieg im Visier: Auf die Westerrönfelder um Kreisläufer Dany Jüschke (mit Ball) wartet mit dem TSV Hürup allerdings ein dicker Brocken.
Den nächsten Sieg im Visier: Auf die Westerrönfelder um Kreisläufer Dany Jüschke (mit Ball) wartet mit dem TSV Hürup allerdings ein dicker Brocken.

In der Handball-Oberliga der Männer empfängt der Tabellenvierte HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg den Zweiten TSV Hürup.

shz.de von
08. November 2018, 13:41 Uhr

Die ersten vier Teams der Handball-Oberliga der Männer stehen sich am 9. Spieltag in direkten Duellen gegenüber. Am Sonnabend (16.45 Uhr) empfängt der Tabellenvierte HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (12:2 Punkte) den Zweiten TSV Hürup (13:3). Am Abend treffen dann noch der Dritte HG Hamburg-Barmbek (13:3) und Spitzenreiter THW Kiel II (14:2) aufeinander. Mit Spannung blickt man auch bei der HSG Eider Harde auf die Ergebnisse. Der Tabellenfünfte (12:4) hat ab 17.15 Uhr den VfL Bad Schwartau II (12./2:12) zu Gast.


HSG Schülp/W’feld/RD – TSV Hürup (Sbd., 16.45 Uhr)

Zuschauer sollten sich rechtzeitig auf den Weg in die Heidesandhalle machen, denn dieses Landesderby dürfte die Massen elektrisieren. Zumindest hätten es sich die Spieler beider Teams verdient, wenn viele Fans die Ränge füllen würden. Was die Kontrahenten derzeit Woche für Woche abliefern, gehört zum Besten, was die Oberliga zu bieten hat. Auch wenn sich HSG-Trainer André Lohrbach naturgemäß mit Lobeshymnen zurückhält. Er ist sich sicher, dass seine Mannschaft noch viel mehr Entwicklungspotenzial besitzt. Deswegen ist es auch wenig verwunderlich, dass er den Gästen die Favoritenrolle zuschiebt, obwohl er mit seiner Truppe sogar einen Minuspunkt weniger auf dem Konto hat und ein Heimspiel ansteht. „Die Qualität des Gegners ist extrem hoch. Zudem verfügt Hürup über den besten Rückraum-Linken der Liga“, unterstreicht Lohrbach. Gemeint ist Ove Jensen. Lohrbach lobt: „Er ist dynamisch, wurfstark, spielintelligent und variabel.“ Von einer möglichen Manndeckung gegen ihn hält der Coach aber nichts: „Wir ziehen unser System durch.“ Die Vorfreude auf die Partie sei riesig: „Wir haben uns eine tolle Ausgangslage geschaffen, solche Spiele jetzt als Belohnung zu betrachten, indem wir sie ergebnisunabhängig angehen können“, sagt Lohrbach. Nach wie vor muss die HSG auf Keeper Tobias Sehburger verzichten.

HSG Eider Harde – VfL Bad Schwartau II (Sbd., 17.15 Uhr)

Nach vier Siegen in Folge könnte die Stimmung bei der HSG Eider Harde nicht besser sein. War vor Saisonbeginn der Wunsch mehr Vater des Gedanken, dass der Aufsteiger frühzeitig in sicheren Gewässern schippert, so ist es derzeit beruhigende Realität, dass das Team von Trainer Matthias Hinrichsen auf Platz 5 der Tabelle entspannt den anstehenden Aufgaben entgegenblicken kann. Ohnehin scheint sich eine Zweiklassen-Gesellschaft in der Oberliga herauszubilden. Die oberen sieben Teams gehören aktuell zu einer Spitzengruppe, in der vermutlich jeder jeden schlagen kann. Dann kommt ein harter Schnitt. Ab Platz 8 drehen sich die Punktekonten der Mannschaften ins Negative. Für Hinrichsen sind das aber nur Momentaufnahmen. Er versucht, die Spannung in seiner Crew hochzuhalten. Nach den jüngsten Trainingseindrücken quälen ihn keine Bedenken, dass dies nicht der Fall sein könnte. Das sind gute Voraussetzungen, denn Hinrichsen hält die Partie gegen den VfL Bad Schwartau II, der als Tabellen-12. erst einmal gewinnen konnte, für extrem wichtig. „Ich bin sehr gespannt auf das Spiel und darauf, wie meine Mannschaft auftreten wird. Bisher haben wir immer einen super Charakter gezeigt, weil wir in jedem Spiel brennen.“ Erstmals allerdings geht die HSG Eider Harde in dieser Saison eindeutig als Favorit in eine Partie. Genau deswegen baut sich bei Hinrichsen eine gewisse Spannung auf. Der Ausgang der Begegnung mit der VfL-Reserve ist auch insofern bedeutsam, da danach mit dem TSV Hürup, der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg und dem THW Kiel II die dicken Brocken auf dem Spielplan stehen. Hinrichsen: „Wenn wir gegen Schwartau gewinnen, können wir uns auf diese Spitzenspiele mehr freuen.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen