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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 12:22 Uhr

Alles auf Null in der Kita Nortorf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neue Pläne für DRK-Kindergarten: Neubau statt Sanierung

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2014 | 12:19 Uhr

Als ein „finanzielles Abenteuer“ bezeichnen die Gegner die Pläne für den Umbau und die Sanierung des DRK-Kindergartens in der Friedrich-Hebbel-Straße. Es wurde viel über das Thema diskutiert, erst vor wenigen Monaten stimmten die Kommunalpolitiker in der Stadtverordnetenversammlung dem Beschluss zu, rund 850 000 Euro zu investieren. Nun stellte die SPD den Antrag, den Beschluss aufzuheben. Dem schlossen sich auch die Vertreter der FDP und Bündnis ’90/Die Grünen an. Lediglich die CDU stimmte dagegen und hielt an dem alten Plan fest.

„Damit fangen wir noch einmal bei Null an“, sagte Bürgermeister Horst Krebs (CDU). Für ihn seien die Pläne seiner Kollegen „überraschend“ gekommen. „Wir haben das Thema breit und lang diskutiert und plötzlich wollen die Vertreter und die Leitung des Kindergartens den Umau nicht mehr.“ Für ihn sei die Entscheidung „kein guter Tag für Nortorfer Kinder“ gewesen.

Eine Untersuchung auf Schadstoffe in dem Gebäude des DRK-Kindergartens fiel positiv aus. Zwar sei kein Asbest gefunden worden, aber Spuren von Teer im Boden und giftige, krebserregende Fasern im Dämmstoff der Decke. Dies sei einer der Gründe, weshalb sich die SPD-Fraktion für einen Aufhebungsbeschluss entschieden habe. „Hinzu kommen die unterschiedlichen Aussagen der Architekten über die möglichen Kosten“, erklärt SPD-Fraktions-Vorsitzender Willi Gronewald. Auch die Anforderungen an einen Kindergarten, der Bedarf an Plätzen und die allgemeinen Ansprüche werden in dem alten Gebäude in der Friedrich-Hebbel-Straße nicht mehr erfüllt, so Gronewald weiter. Einen Platz für einen möglichen Neubau hat der Kommunalpolitiker bereits ins Auge gefasst. Ein Gelände im Galgenbergsweg, das im städtisches Besitz ist, biete genügend Platz. Der angrenzende Schulwald und eine Gartenkolonie könnten in das pädagogische Programm des Kindergartens mit einbezogen werden. Das Neubaugebiet in der Nähe, das noch Freiflächen habe, sei besonders für junge Familien attraktiv. „Das passt alles zusammen“, meint Gronewald.

Bedenken hat Horst Krebs, ob seine Stadtverordneten bei einem möglichen Beschluss auch tatsächlich für einen Neubau stimmen. „Wir reden hier schließlich von einer hohen Summe. Die Frage ist, wie wir das finanzieren wollen“, so der Bürgermeister. Rund 2,5 Millionen Euro könnte ein Neubau kosten. „Ob wir dafür die Mehrheit finden, möchte ich bezweifeln.“

Die Bedenken teilt Willi Gronewald nicht. „Wir planen einen neuen Kindergarten, der auf die Zukunft ausgerichtet ist. Wir haben zwölf Millionen in die Innenstadtsanierung investiert, dann kriegen wir die zwei Millionen für den Kindergarten-Neubau auch gewuppt.“

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