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Kommunalwahl : Alles auf dem Weg: Am Sonntag wird gewählt

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Kreiswahlbüro hat Vorbereitungen abgeschlossen. Kreistag könnte von jetzt 56 Abgeordneten auf über 60 Kommunalpolitiker anwachsen. Verwaltung bietet aktuelle Ergebnisse vor Ort.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 08:24 Uhr

Rendsburg | 175 Bewerber in 25 Wahlkreisen: Am Sonntag wird gewählt. Die Vorbereitungen zur Kommunalwahl sind abgeschlossen. Der stellvertretende Kreiswahlleiter Jürgen Harders und sein Kollege Kai Volkmann bewerten den bisherigen Verlauf als "normal". Überraschungen gebe es nicht. In den 25 Wahlkreisen treten jeweils die sieben Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP, Piraten, SSW und Die Linke an: Macht zusammen 175 Kandidaten. Einzelbewerber gibt es nicht. Kreiswahlleiter ist kraft Amtes Landrat Rolf-Oliver Schwemer.

Die Wahlkreise waren im Sommer des vergangenen Jahres neu geschnitten worden. Von den ursprünglich 29 blieben 25 übrig. Im Durchschnitt mit je rund 10 800 Einwohnern. Dabei hatte es einigen Ärger gegeben. Zunächst war der erste Vorschlag der Verwaltung zwar beschlossen, dann aber wegen Kritik schnell wieder einkassiert worden. Erst der zweite Versuch klappte.

In der Kreisverwaltung in Rendsburg wartet man gespannt auf den Sonntag. Der große Sitzungssaal im Erdgeschoss wird wieder die Bühne bilden für das Hoffen und Bangen der Kandidaten. Ab 18 Uhr können dort die eintreffenden Ergebnis aus dem Kreisgebiet und von den Städten miterlebt werden. Die Kantine des Hauses sorgt für Getränke und den Imbiss. Auf großer Leinwand werden die Ergebnisse dargestellt und laufend aktualisiert. Erwartet werden die Spitzen der Parteien und Fraktionen.

Wie groß der kommende Kreistag wird, darüber wird noch kräftig spekuliert. Waren es in dieser Wahlperiode 56 Abgeordnete, so könnten es jetzt "theoretisch über 60 werden", erklärt Kai Volkmann. Doch so weit sei man noch nicht. "Die Regelzahl der Abgeordneten beträgt 49", erläuterte der Verwaltungsmann.

Abgesagt wurde die Gemeindewahl in Bendorf, weil Bürgermeister Johannes-Claus Engel plötzlich starb. Das Gesetz schreibt diesen Schritt beim Tod eines Kandidaten vor. Engel war unmittelbarer Bewerber der Kommunalen Wählergemeinschaft (KWG) Bendorf. Die Nachwahl wurde auf Sonntag, den 9. Juni (8 bis 18 Uhr), gelegt. Die Kreiswahl ist davon nicht beeinträchtigt und findet ganz normal am Sonntag statt.

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde sind zurzeit 225 454 Bürger wahlberechtigt. Die Zahlen in den Städten sehen wie folgt aus: Rendsburg (22 656), Eckernförde (19 050), Büdelsdorf (8 671) und Nortorf (5 616).

Rückblick: Die Kommunalwahl 2008 fand am 25. Mai statt, erstmals ohne Fünf-Prozent-Klausel, die das Bundesverfassungsgericht am 13. Februar des Jahres auf Antrag der Grünen und Linken gekippt hatte. Parallel wurde per Direktwahl ein neuer Landrat gewählt. Per Stichwahl am 15. Juni setzte sich Rolf-Oliver Schwemer bei einer Wahlbeteiligung von 27 Prozent durch. Der parteilose Kandidat aus Dithmarschen wurde von der CDU unterstützt und erhielt 52, Gegenkandidat Frank Martens (SPD) 48 Prozent der Stimmen. Das Ergebnis 2008 (in Klammern 2003): CDU 42,5 Prozent (51,7); SPD 28,2 Prozent (29,2); FDP 9,4 Prozent 6,3); Grüne 9,1 Prozent (7,7); SSW 5,8 Prozent (4,8); Die Linke 5,0 Prozent.

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