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Anglerbörse in der Nordmarkhalle : „Alle träumen vom großen Fang“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die 16. Anglerbörse machte die Stadt für ein Wochenende zum Mekka der Sportfischer: Zum Kaufen und Fachsimpeln kommen Petrijünger aus dem ganzen Land. Dieter Eisele berichtet von seinem Rekord-Dorsch, der in Norwegen angebissen hatte.

Auf dem Willy-Brandt-Platz war keine Parklücke mehr frei. Und in der Nordmarkhalle passte allenfalls eine Angelschnur zwischen die Besucher. Petrijünger aus ganz Schleswig-Holstein waren am Wochenende nach Rendsburg gekommen, um sich über neue Trends zu informieren oder modernes Zubehör zu kaufen. Besonders am ersten Tag war der Andrang enorm: Die 16. Norddeutsche Anglerbörse offerierte den Sportfischern ein breites Angebot, das kaum Wünsche offen ließ.

Für Torsten Kuhl ist die jährliche Messe eine „Pflichtveranstaltung“. Er habe in all den Jahren nicht eine der Börsen ausgelassen, erklärte der Petrijünger aus Schülp bei Rendsburg. Dann bleibe es jedoch nicht beim Fachsimpeln mit den Ausstellern. Den günstigen Messepreisen könne er meistens nicht widerstehen, sodass seine Angelausrüstung in jedem Jahr weiter wachse. Oder wie ein an anderer Angler aus der Region formulierte: „Für mich sind solche Börsen und Angelfachgeschäfte das, was Schuhgeschäfte für Frauen sind – gefährlich!“

Kuhl widmet sich hauptsächlich dem Brandungs- und Meeresangeln. Deshalb führte ihn sein Weg auch in das Obergeschoss des „Bullentempels“ zum Stand von „Dieter Eisele Sea-Fishing“ aus Oldenburg in Holstein. Eisele hat im April vergangenen Jahres vor der Westküste der Insel Söröyvor (Norwegen) einen Dorsch von 160 Zentimetern Länge und 47 Kilogramm Gewicht mit der Angel gefangen. Das ist der derzeitige Weltrekord. Die Tiere können bis zu zwei Meter lang werden. Eisele benötigte eine gute halbe Stunde, bis er das Ausnahme-Exemplar an die Wasseroberfläche gezogen hatte und war auf die Hilfe von zwei Kollegen angewiesen, um ihn an Bord des Bootes zu hieven.

Einen Weltrekord strebt der Schülper Torsten Kuhl nicht an. „Lieber kleinere Dorsche, die schmecken besser“, betonte er. Weltrekordler Eisele zeigte Verständnis: „Die meisten Meeresangler sind ‚Kochtopfangler‘. Was sie fangen, wollen sie auch auf den Tisch bringen.“ Dennoch sei er überzeugt, dass alle insgeheim von dem ganz großen Fang träumen, von ihrem „Fisch des Lebens“.

Torsten Kuhl war selbst ebenfalls schon an der norwegischen Küste, angelt aber auch in der Eckernförder Bucht und an der gesamten Ostseeküste. „Auf das Angeln stimme ich auch meinen Jahresurlaub ab“, machte er deutlich. Allerdings sei er mit Rücksicht auf die Familie durchaus zu Kompromissen bereit.

Brandungsruten oder Räucheröfen, Angelboote, Köder oder die richtige Bekleidung – Sportfischern bot sich auf der Anglerbörse eine riesige Auswahl. Mehr als dreißig gewerbliche Anbieter hatten ihre Stände aufgebaut. Dazu kamen im Obergeschoss noch sechzig Flohmarkthändler, die gebrauchtes Zubehör bis hin zu Angel-Antiquitäten zum Kauf anboten.

Am Ende waren alle zufrieden – Veranstalter, Händler und Besucher. Veranstalter Frank Lange zählte an beiden Tagen etwa 5000 Gäste. Die Händler, die aus ganz Deutschland sowie aus dem skandinavischen Raum nach Rendsburg gekommen waren, hatten gute Umsätze gemacht. Und die Sportfischer aus dem ganzen Land zogen mit manch gutem Fang in Form von perfekten Ruten, preisgünstigen Rollen oder knallbunten Kunstködern heim.

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erstellt am 09.Feb.2014 | 19:30 Uhr

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