Projekt : Aldi-Lehrlinge dürfen Chef sein

Anfang Februar werden die 20 Auszubildenden die Leitung der Nortorfer Filiale übernehmen.
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Anfang Februar werden die 20 Auszubildenden die Leitung der Nortorfer Filiale übernehmen.

Filiale in Nortorf wird zwei Wochen lang von Auszubildenden geleitet / Fachkräfte von morgen übernehmen Verantwortung

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24. Januar 2018, 10:57 Uhr

Einmal Filialleiter für einen halben Tag sein: Diese Erfahrung können Anfang Februar 20 Auszubildende der Regionalgesellschaft Aldi Nortorf machen. Ob Warendisposition, Lagerhaltung, Qualitätsmanagement oder Kasse, im Rahmen ihrer Ausbildung zur Kauffrau, beziehungsweise zum Kaufmann im Einzelhandel wird die Nortorfer Filiale in der Niedernstraße 14 Tage fest in der Hand der Auszubildenden sein. Im Wechsel darf dabei jeder einmal für einige Stunden sogar komplett die Leitung übernehmen.

„Das ist jetzt das dritte Mal, dass wir so ein Projekt mit allen Auszubildenden des dritten Lehrjahres starten“, verrät der Ausbildungsleiter Johannes Schäfer. Die Aktion gehöre zu einem Förderkonzept, das insgesamt aus drei Punkte besteht. So haben Auszubildende, bei denen bereits ein gewisses Potenzial erkennbar ist, bereits im zweiten Lehrjahr die Möglichkeit, zwei Wochen lang in dem umsatzstärksten Markt auf der Insel Sylt zusätzliche Fähigkeiten erwerben.

Basierend auf den ersten beiden Schritten, greift direkt nach dem Abschluss der Ausbildung der dritte Punkt. „Wer bereits eine besondere Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft gezeigt hat, bekommt eine spezielle Förderung, durch die er dann schneller zum Filialeiter ausgebildet wird“, fügt Schäfer an. Nach den Filialen in Kiel und Rendsburg in den Vorjahren, fiel die Wahl in diesem Jahr auf Nortorf. „Wir haben Nortorf bewusst ausgesucht, da die Stadt am Mittelpunkt nicht nur zentral ist, sondern ebenfalls über einen modernen Markt verfügt“, betont der Ausbildungsleiter. Pendeln muss aber niemand. Da der Bereich, aus dem die Auszubildenden kommen, von Flensburg bis nach Kaltenkirchen reicht, bestehe für sie die Möglichkeit vor Ort in einem Hotel zu übernachten.

„Unser Projekt soll ihnen dabei helfen, die Strukturen besser kennen zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und das eigene Selbstvertrauen aufzubauen“, erklärt Schäfer. Auch wenn bei Problemen stets ein Ansprechpartner vor Ort sei, halte dieser sich aber gänzlich aus dem Geschehen heraus. Gearbeitet wird in drei Teams. „Der jeweilige Filialleiter ist dabei auch für die individuelle Arbeitseinteilung zuständig“, fügt der Ausbildungsleiter an. Die Kontrolle der Produktfrische bei Obst und Gemüse, das Aktionsmanagement bei den Angeboten oder die richtige Preisauszeichnung gehören genauso dazu wie auch die Kundengespräche bei Rückgaben oder Reklamationen.

„Wir freuen uns schon darauf“, zeigten sich Selina Grafe aus Rendsburg, Jaqueline Reinhardt aus Osdorf und Dennis Trossowski aus Kiel bereits hochmotiviert. Eine Herausforderung sei dabei die Arbeitseinteilung der Mitstreiter. Man kenne zwar die meisten von internen Schulungen, ihnen aber einen bestimmten Bereich zuzuweisen, sei da doch etwas ganz anderes. „Wenn aber alle mit der gleichen Offenheit und Ernsthaftigkeit mitmachen, sollte das klappen“, ist sich Selina Grafe sicher. Nun werden sie sich noch einmal intensiv auf die kommenden Aufgaben vorbereiten, bevor es dann am 5. Februar los geht.

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