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Aldi baut an : Aldi erweitert in Nortorf und Schülp

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Discounter will sein Zentrallager ausbauen und hat das passende Grundstück bereits gekauft. Die Stadt Nortorf und die Gemeinde Schülp müssen nun die entsprechenden Pläne verabschieden.

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erstellt am 05.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Das Aldi-Zentrallager im Gewerbegebiet im Timmasper Weg soll erweitert werden. Dafür hat das Unternehmen bereits eine angrenzende Grundstücksfläche auf Schülper Gemeindegebiet gekauft. Über das Vorhaben freuen sich vor allem die beteiligten Bürgermeister der Gemeinde Schülp und der Stadt Nortorf. „Erweitern heißt, der Standort bleibt erhalten. Und das ist für unsere Region sehr wichtig“, freut sich Nortorfs Bürgermeister Horst Krebs. Damit die Pläne auch umgesetzt werden können, müssen die Kommunen nun ihre Bebauungspläne und Änderungen der jeweiligen Flächennutzungspläne aufstellen und verabschieden. Deshalb ist erstmals eine gemeinsame Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Nortorf und der Gemeindevertretung Schülp geplant.

Vor gut einem Vierteljahr sei Aldi an die Kommunen herangetreten. Die Unternehmensführung habe bereits seit Längerem konkrete Pläne, die Lagerfläche zu vergrößern. Die Überlegung, das Lager an einen anderen Standort aufzubauen, sei da gewesen, letztlich wolle das Unternehmen jedoch am alten Standpunkt festhalten. In südlicher Richtung (Schülper Gemeindegebiet) konnte ein Grundstück mit rund 48 000 Quadratmeter erworben werden, welches derzeit als landwirtschaftliche Fläche genutzt wird. Vorgespräche wurden bereits geführt, nun müssen die beiden Kommunen die B- und F-Pläne beschließen. Eine interkommunale Vereinbarung zwischen Nortorf und Schülp soll ebenfalls getroffen werden, um „das Bauleitverfahren in einem zeitgleichen Verfahren abzuarbeiten und gleiche Interessen zu verfolgen“, heißt es in einem amtlichen Schreiben.

Probleme soll es nicht geben, beide Parteien sind sich einig, den Standort zu erhalten. Eine Umgemeindung des Schülper Gebietes nach Nortorf wäre planungsmäßig einfacher gewesen, dem Plan stimmten die Schülper Vertreter aber nicht zu. „Um dieses Gebiet gab es vor gut 20 Jahren schon einmal einen Bürgerentscheid. Das muss nicht wieder aufgegriffen werden“, erklärt Volker Ratjen. Der Schülper Bürgermeister blickt positiv in die Zukunft: „Wir begrüßen die Pläne von Aldi sehr und es liegt in unserer Verantwortung den Standort zu halten.“

Die bisherige Grundstückfläche beträgt 90 300 Quadratmeter, die Erweiterung wird auf einer Bruttogrundstücksfläche von rund 48 000 Quadratmeter erfolgen. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, stehe noch nicht fest. „Es gibt die Faustregel, dass ein B-Plan ungefähr ein Jahr braucht, bis er durch ist“, erklärt Horst Krebs. Die Liste der zu berücksichtigen Punkte sei lang. „So etwas geht nicht von heute auf morgen. Da hängt viel mit dran.“ Dennoch sei man sich einig, „so schnell wie möglich“ an dem Projekt zu arbeiten.

Zu den Planungszielen, die die Stadt Nortorf und die Gemeinde Schülp gemeinsam verfolgen, gehören unter anderem die Neuordnung der Verkehrsflächen und Verbesserung der Anlieferungsbereiche, Einbindung in das Orts- und Landschaftsbild sowie der Erhalt von Arbeitsplätzen. Zu prüfen und zu bewerten sind außerdem Umweltauswirkungen, Grünordnung, Schallbelastung, und die Belastbarkeit der Erschließung zur L 121 und L 328. „Statt täglich einmal im Schnitt, fährt ein Lkw künftig bis zu zwei Mal raus“, berichtet Horst Krebs. „Was das für Auswirkungen auf die Umwelt, Lärm und den Verkehr hat, wird natürlich geprüft.“ „Vor allem müssen wir auch an die Bewohner im Timmasper Weg denken“, betont Volker Ratjen.

Die gemeinsame Sitzung der Gemeindevertretung Schülp und der Stadtverordnetenversammlung findet statt am Mittwoch, 19. November, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Nortorfer Rathauses. „Eine gemeinsame Sitzung habe ich auch noch nicht erlebt“, sagt Volker Ratjen, „aber es ist ein schönes Symbol zweier Kommunen, die gemeinsam zusammenarbeiten.“

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