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Kreishaus in Rendsburg : Aktuelle Gefahrenhinweise: Landrat ordnet Eingangskontrollen an

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ab Dienstag kontrollieren Sicherheitsleute die Eingänge des Kreishauses. Im Fokus stehen acht Personen.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 14:00 Uhr

Rendsburg | Die Mitarbeiter im Rendsburger Kreishaus sind offenbar in Gefahr: Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer hat am Montag Eingangskontrollen für das Gebäude an der Kaiserstraße 8 in Rendsburg angeordnet. Ab Dienstag sorgt ein Sicherheitsdienst dafür, dass nicht mehr jeder Besucher ungehindert die Verwaltung betreten kann. Zudem bleibt der Haupteingang geschlossen. Auch die Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle in Eckernförde ist betroffen.

Anlass für die Zugangskontrollen sind aktuelle Gefahrenhinweise der Polizei, heißt es aus dem Kreishaus. „Unser Ziel ist es, auch weiterhin eine offene Kreisverwaltung zu sein. Schwere Straftaten gegen Behördenmitarbeiter in Rendsburg und andernorts zeigen aber, wie angreifbar und verletzlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltungen sind“, sagte Rolf-Oliver Schwemer. Offenbar ist die Kreisverwaltung nach den tödlichen Schüssen im Rendsburger Finanzamt Anfang September 2014 stärker sensibilisiert. Damals wurde ein Beamter mutmaßlich von dem Fockbeker Steuerberater Olaf Lauenroth erschossen.

Ab Dienstag um 8 Uhr kommen Besucher nur noch durch zwei Türen ins Kreishaus: Über den Eingang vom Parkplatz aus und über die Zulassungsbehörde. Der Haupteingang an der Kaiserstraße bleibt geschlossen. An jeder der offenen Türen sowie vor der Eckernförder Zulassungsstelle postieren sich dann zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Sie beschränken sich jedoch auf Sichtkontrollen, um Bürgern den Zugang zu verwehren, die mit einem Hausverbot belegt sind. Das sind derzeit acht Personen. Alle anderen können das Gebäude ungehindert ohne weitere Kontrollen betreten.

„Aufgrund einer aktuellen Warnmeldung der Polizei habe ich die Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeordnet. Ich bitte um Verständnis für die damit verbundenen Unannehmlichkeiten“, sagte Schwemer. Mit genaueren Informationen hielt er sich zurück.

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