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Sparkasse Mittelholstein : Aktionäre stimmen Banken-Fusion zu

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Sparkasse Mittelholstein fusioniert mit der Sparkasse Hennstedt-Wesselburen. Hauptsitz bleibt Rendsburg.

Die Aktionäre der Sparkasse Mittelholstein AG haben der Fusion mit der Sparkasse Hennstedt-Wesselburen zugestimmt. Das Votum fiel gestern während der Hauptversammlung in der ACO Thormannhalle in Büdelsdorf. Damit wachsen Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl von Deutschlands einziger Sparkasse mit Privataktionären um rund ein Drittel. Denn der neue Partner aus Dithmarschen geht im Rendsburger Haus auf.

Die Vereinigung war im Herbst vergangenen Jahres eingeleitet worden (wir berichteten). Vorstandsvorsitzender Manfred Buncke gab gestern die Einzelheiten bekannt. Demnach werden der Geschäftsbetrieb und das Vermögen des neuen Partners in das Rendsburger Bankhaus eingebracht. „Im Gegenzug erhält der neue Aktionär, der Zweckverband der Sparkasse Hennstedt-Wesselburen, 172  890 neue, stimmberechtigte Aktien und hält somit rund 20,5 Prozent der Aktien der Sparkasse Mittelholstein AG“, erklärte Buncke. Die Aktiengesellschaft behält ihren Namen und der Sitz bleibt Rendsburg. Die Fusion wird mit dem Eintrag ins Handelsregister wirksam. Das ist für Mitte Juli vorgesehen. Sie gilt laut Buncke bilanziell rückwirkend zum 1. Januar 2017. Auf der Führungsebene gibt es dann ein neues Gesicht: Zu dem Vorsitzenden Manfred Buncke und den Vorstandsmitgliedern Dr. Sören Abendroth und Bernd Jäger tritt Harald Weiß, der derzeit dem Vorstand der Sparkasse Hennstedt-Wesselburen vorsteht. Dessen Sparkasse gilt als eigenkapitalstärkste im gesamten Land. „Die Fusion führt also zu einer Verbesserung der gerade aufsichtsrechtlich wichtigen Eigenkapitalquote für das vereinigte Haus“, sagte Manfred Buncke. Mit einer Bilanzsumme von 666 Millionen Euro, 23  000 Kunden und 150 Mitarbeitern ist das Geld-Institut um einiges kleiner als das Rendsburger, das mit einer Bilanzsumme von 1,991 Milliarden Euro, 62  000 Kunden und etwas mehr als 300 Mitarbeitern im Markt steht.

Buncke betonte: „Die Geschäftsstellen bleiben von der Fusion unberührt.“ Allerdings hatten die Hennstedt-Wesselburener bereits vor, drei Standorte ab 2018 zu schließen. Zudem werde es keine „vereinigungsbedingten Entlassungen“ geben. Personal werde dennoch abgebaut, etwa durch vorzeitigen Ruhestand. Zudem sollen befristete Verträge nicht verlängert und freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt werden. Hintergrund der Fusion ist, dass die Dithmarscher wegen der niedrigen Zinsen und wachsender regulatorischer Anforderungen einen größeren Partner gesucht haben.

Vor der Abstimmung hatten die Aktionäre den Vorstand der Sparkasse Mittelholstein entlastet und der Dividende des Jahres 2016 zugestimmt. Sie beträgt, wie in den Vorjahren, 2,05 Euro pro Aktie. Das entspricht einer Rendite von 1,74 Prozent. Auch der Jahresabschluss wurde gebilligt. Der Überschuss lag wie 2015 bei 2,6 Millionen Euro. Das Kreditvolumen der Bank wuchs von 1,49 auf 1,57 Milliarden Euro.

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erstellt am 18.Mai.2017 | 10:36 Uhr

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