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Ausstellung : Afrikas Farben und Szenen der Großstadt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kunst im Doppelpack: Eine spannende Gemeinschaftsschau ist im Kunsthaus Müllers zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten von Meike Lipp und Johannes Duwe.

von
erstellt am 06.Mär.2015 | 18:47 Uhr

Erst vor wenigen Tagen ist Meike Lipp von einer Reise nach Afrika zurückgekehrt. Im Gepäck hatte die Künstlerin einen Koffer voller Bilder. Denn die Hamburgerin war eine der Teilnehmerinnen eines Malerfestivals auf der Insel Lamu vor der Küste Kenias. Die „Souvenirs“ sind jetzt in einer Ausstellung im Kunsthaus Müllers zu sehen.

Doch nicht nur die Farben Afrikas tauchen die Galerie in ein neues Licht. Auch Straßenszenen aus Hamburg und San Francisco des Realisten Johannes Duwe gehören zu der neuen Schau. Die Gemeinsamkeiten der Künstler sind groß. „Wir haben zusammen an der Kunsthochschule am Lerchenfeld in Hamburg studiert“, verrät Johannes Duwe. Seither fühlen sich beide der gegenständlichen Malerei verbunden. Außerdem arbeiten sowohl Johannes Duwe als auch Meike Lipp ganz im Zeichen der Pleinair-Malerei überwiegend unter freiem Himmel.

Unterwegs mit Staffelei und Skizzenbuch erkundete Meike Lipp die Welt an der ostafrikanischen Küste. Für die Kinder des Dorfes und auch für viele Erwachsene war der Besuch der Malerin ebenso exotisch wie für die Norddeutsche die Szenerie mit engen Gassen, Eseln sowie Fischern am Strand. Wo immer die Hanseatin auftauchte, bildete sich schnell eine Menschentraube. Die Künstlerin ist beeindruckt von der Ursprünglichkeit der Inselbewohner. „Die Menschen dort haben so viel Gelassenheit.“ Mit dick aufgetragenen und leuchtenden Farben hat sie das pralle Leben festgehalten.

Auch Johannes Duwe hat ein ausgeprägtes Gespür für Stimmungen und atmosphärische Verdichtungen. Für ihn bietet das Großstadtleben ein reiches Arbeitsfeld. Duwe zeigt den städtischen Lebensraum mit U-Bahn-Haltestellen, Straßenzügen, Tankstellen und Unterführungen. Einen Schwerpunkt in der Ausstellung bilden Motive von einer Eisenbahnbrücke auf der Stresemannstraße in Hamburg-Altona. Die über 100 Jahre alte Stahlkonstruktion ist sanierungsbedürftig und soll abgerissen werden. Durch diesen „Hauch von Vergänglichkeit“ entwickeln die Ölbilder eine ganz eigene Dynamik. Johannes Duwe hofft, dass sich die Betrachter darauf einlassen und sich den Werken unter dem Motto nähern, das als Titel über der Ausstellung steht: „Zugewandt“.

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