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Premiere : „Advent im Arsenal“ feiert Premierenerfolg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Aktion des Kulturnetzes in der Region Rendsburg: Musik, Theater und Lesungen überzeugen die Gäste.

von
erstellt am 14.Dez.2015 | 10:08 Uhr

Das Wetter und die Besucherzahlen waren zwar wechselhaft, dennoch wurde die Premiere zu einem Erfolg: Der erste „Advent im Arsenal“ entwickelte sich zu einem Vergnügen für alle Beteiligten. Mitglieder des Kulturnetzes Region Rendsburg hatten den jährlichen „Langen Tag der Kultur“ kurzerhand um eine zweitägige Mini-Ausgabe in der Vorweihnachtszeit erweitert.

Anders als gewohnt waren die Kulturangebote dieses Mal auf einen Ort konzentriert. Am Wochenende des dritten Advents boten die Akteure abwechslungsreiche Kulturerlebnisse an. Im großen Zelt der Volkshochschule waren das Kunstforum Rendsburg, die Strickdamen der Volkshochschule, die Theaterfreunde sowie die „norddeutsche sinfonietta“ vertreten. Das Schleswig-Holsteinische Landestheater präsentierte sich professionell in der lila Theaterbude. Die kleine, edel ausgestattete Universalbühne bot einen idealen Hintergrund für Sänger, Sprecher, Spieler und Vorleser.

Stefan Hufschmidt (Gesang, Gitarre) machte den Anfang, dabei stellte er sein 13 Jahre altes Fragelied vor: „Wann fängt es an, wann hört es auf, kann ich das kaufen, bin ich zu dick, was darf das kosten...?“ Passend dazu die Geschichte von Andreas Strähnz mit der Schnäppchen-Edel-Handtasche zum günstigen Preis. Fälschung oder nicht? Seine Frau glaubte nicht an die Echtheit von Zertifikat und Tasche. Zum Programm gehörte auch der „Wohnzimmerchor“ unter der Leitung von Michael Hinz: Für alle Sänger reichte der Platz in der Theater-Kulturhütte nicht aus. Wohl aber für Ines Barber mit ihrer plattdeutschen Geschichte vom vorweihnachtlichen Stress mit umgefallenem Weihnachtsbaum.

Hit aller musikalischen Vorträge war das „Gloria“, das der St.-Marien-Kammerchor unter der Leitung von Volker Linhardt im Programm hatte. „Wilde Weihnachtslieder“, lebendig verjazzt, spielten Mitglieder der „norddeutschen sinfonietta“. Patrick Goeser, der Rendsburger Nachtwächterführer las eine makabre Adventsgeschichte und spielte auf dem Dudelsack. Sogar eine lebende Tanne (Sonja Langmack) vom Landestheater war mit „Ox und Esel“ gekommen und begeisterte nicht nur Kinder mit ihrem Auftritt. „Dass es so etwas noch gibt“ wunderte sich ein Großvater. Er freute sich über drei Kinder in der Theaterbude, die auf dem Sofa gespannt der Wintergeschichte von Astrid Bantje aus der Stadtbücherei lauschten. Mitglieder des Jugendtheaters zeigten mit „Carla und die Weihnachtsente“, wie man auch ohne Theatertechnik die Fantasie ansprechen kann.

„Der Versuch war es wert, eine gute Erfahrung“ freute sich abschließend Konrad Schulze vom Landestheater. Der Theaterpädagoge war maßgeblich an der Gestaltung des vielfältigen Programms beteiligt. „Für das nächste Mal wissen wir, wann mit Besucheransturm zu rechnen ist und wann wir auch einmal pausieren dürfen.“

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