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Tuning & Trecker : „Ackergiganten“ feiern mit viel Rauch und Lärm

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim zehnten Trecker-Treck in Schülp bei Rendsburg waren Traktoren mit bis zu 500 PS am Start.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 13:44 Uhr

Dicke Rauchschwaden zogen über die Koppel an der Jevenstedter Straße. Der Lärm war ohrenbetäubend. Die „Ackergiganten Schülp“ veranstalteten am Wochenende ihren zehnten Trecker-Treck.

Auf einer Koppel von Landwirtsfamilie Rathjen am Ortsrand von Schülp hatten die „Ackergiganten“ zwei Bahnen für ihren Wettbewerb präpariert. Am Sonnabend startete der Trecker-Treck mit einem Ziehen der Sechs- und Acht-Tonnen-Klasse, Schleppern mit 100 bis 250 PS, wie sie auf den Höfen im Einsatz sind. Eine Neuerung zum Jubiläum waren das Tandem-Ziehen. Zwei Trecker, verbunden mit einer Schleppstand, zogen den Bremswagen mit vereinten Kräften. „Die Fahrer müssen ihre Geschwindigkeit genau aufeinander abstimmen, sonst verreißt es den Bremswagen“, machte Janine Ehlers vom Organisationsteam die besondere Herausforderung deutlich.

Gemessen wird beim Trecker-Treck die absolvierte Strecke. Mit jedem Meter schiebt sich dabei ein Laufgewicht des Bremswagens weiter nach vorn und erhöht so den Druck für die Zugmaschine. Ziel eines jeden Starters ist der so genannte „Full Pull“ nach 80 Metern. Am gestrigen Sonntag wurden die Wettkämpfe in insgesamt 24 Klassen ausgetragen. Schlepper bis zum Baujahr 1987 gingen als „Oldtimer“ an den Start. In dieser Klasse startete auch Finn Hatje aus Groß Offenseth-Aspern (Kreis Pinneberg). Mit seinem Lanz D 24-16 aus dem Baujahr 1959 setzte er sich bei den Treckern von 17 bis 25 PS souverän durch. Der 24-Jährige ist als Landmaschinenmechaniker Fachmann für alte Traktoren. Er fährt gerne zu Oldtimertreffen und Trecker-Trecks. „Die alten Maschinen müssen raus und gesehen werden, nicht in der Werkstatt stehen“, meinte Finn Hatje. Auch Andre Herzog aus Joldelund (Kreis Nordfriesland) zieht es immer wieder zu Trecker-Wettbewerben. Seinen Deutz D-106 mit ursprünglich 100 PS Leistung hat der Landmaschinenmechaniker allerdings etwas mehr „Power“ verpasst. Jetzt kommt der Trecker auf 500 PS. „Ich habe den Traktor komplett für das Tractor-Pulling umgebaut. Der kann jetzt nur noch ziehen“, machte der 24-Jährige mit einem Lächeln deutlich.

„Die meisten Teilnehmer sind Landwirte oder arbeiten für Lohnunternehmer und haben auch beruflich mit Traktoren zu tun“, stellte Tom Herse fest. Der Trecker-Fan aus Bovenau-Ehlersdorf ist Vorsitzender der Ackergiganten, die mit vielen Helfern für einen reibungslosen Verlauf der Veranstaltung sorgten.

Trotz oder wegen des regnerischen Wetters wurde die Zahl der Starter mit 219 gegenüber 185 im Vorjahr deutlich übertroffen.„Es war eben kein Erntewetter für die Lohnunternehmer“, stellte der Mitorganisator Thomas Bock fest. Die Ergebnisse werden auf Ackergiganten.jimdo.com veröffentlicht.

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