Handball-Oberliga der Männer : Achtbar aus der Affäre gezogen

Auch mit unfairen Mitteln waren die Flensburger um Björn Walluks (rechts, gegen Steffen Oeltjen) nicht zu stoppen.
Auch mit unfairen Mitteln waren die Flensburger um Björn Walluks (rechts, gegen Steffen Oeltjen) nicht zu stoppen.

In der Handball-Oberliga musste sich die HSG Eider Harde dem übermächtigen DHK Flensborg mit 27:36 geschlagen geben. Trotz der Niederlage war Trainer Christian Gosch mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden.

shz.de von
12. Januar 2015, 06:00 Uhr

Trotz der deutlichen 27:36 (12:18)-Heimniederlage gegen Tabellenführer DHK Flensborg sprechen die Oberliga-Handballer der HSG Eider Harde von einem gelungenen Auftakt ins neue Jahr. Coach Christian Gosch konnte gut mit dem Spiel leben: „DHK hat mit diesem Kader nichts in der Oberliga zu suchen. Diese Mannschaft muss in die dritte Liga. Dafür haben wir uns achtbar aus der Affäre gezogen“, lautete die Einschätzung des Trainers.

Die individuelle Klasse von Spielern wie den zweitliga-erfahrenen Marc Blockus, Sjören Tölle und Timo Brüne macht den Unterschied im Vergleich zum Aufgebot von Gosch, das ausschließlich vom Kollektiv lebt. Ohnehin waren Punkte gegen die Flensburger nie einkalkuliert. Ärgerlich nur, dass parallel ein Mitkonkurrent um den Nicht-Abstieg punktete. Die SG Hamburg-Nord gewann etwas überraschend beim FC St. Pauli. Eider Harde klebt weiter auf dem vorletzten Platz.

Ob es an der laxen Einstellung der Gäste oder einer festgezurrten Handbremse lag, dass die HSG-Handballer über weite Strecken der ersten Hälfte mit dem großen Aufstiegskandidaten mithalten konnten, ist schlussendlich egal. Fakt ist, dass es nach 20 Minuten zur Verwunderung vieler Beobachter 11:11-Unentschieden stand. Vorne saßen die Würfe, in der Abwehr zeigte Keeper Gerald Dobratz hinter einer dezimierten Defensive – Sven Bendixen fehlte im Zentrum aufgrund beruflicher Verpflichtungen – eine gute Vorstellung. „Dann haben wir aber leider wieder fünf Fehler in Folge begangen“, resümierte Gosch. Der DHK nutzte die Unzulänglichkeiten im Aufbauspiel der Gastgeber eiskalt aus. Innerhalb von zehn Minuten schafften die Gäste bis zum Pausenstand von 12:18 die Vorentscheidung.

Die zweite Halbzeit versprühte logischerweise nur wenig spannende Momente. DHK machte nicht mehr als nötig, der Spielgemeinschaft gelangen immerhin 27 eigene Treffer. Gosch: „Damit bin ich zufrieden.“ Vor allem, wenn man bedenkt, dass sein Team noch vier Siebenmeter verballerte. Wichtig war auch, dass der Langzeitverletzte Steffen Oeltjen Spielzeit sammeln konnte. Er machte auf Halbrechts mit sieben Treffern eine gute Partie. „Steffens Rückkehr stimmt mich zuversichtlich für die Rückrunde“, so Gosch. Am kommenden Freitag wird es nämlich ernst. Dann muss gegen den TSV Mildstedt ein Sieg her.

HSG Eider Harde: Dobratz, Treziak – Brown (4), Oettershagen (1), Behmer (4), Gosch (6/1), Reinsch, Petersen (3), Oeltjen (7), Ketelsen, Plöhn (1), Hell (1).

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